Aktuell befinden sich rund 650 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in privaten Unterkünften in Märkisch-Oderland, informiert Thomas Berendt, Sprecher der Kreisverwaltung MOL. Stündlich werden es mehr. Allein am Wochenende hätten sich rund 200 Flüchtlinge über die Online-Dokument auf der Internetseite des Landkreises MOL gemeldet. Eine pauschale Anforderung von der Zentralen Ausländerbehörde zur Aufnahme von Flüchtlingen sei erfolgt. „Wir haben aber noch nicht geantwortet, weil wir die Entwicklung abwarten. In Buckow und Bliesdorf sind Plätze da“, so Berendt am Montag, 14. März.

Freiwillige und ehrenamtliche Sprachmittler dringend gesucht

Wer die hier im Landkreis bereits angekommenen Flüchtlinge unterstützen wolle, der könne sich auch bei der Kreisverwaltung melden. Die zentrale Mailadresse des Landkreises für Nachfragen rund um das Thema lautet UA@landkreismol.de. „Wir benötigen in erste Linie freiwillige Sprachmittler, die dabei helfen können, die Flüchtlinge bei ihrem Besuch in der Ausländerbehörde Diedersdorfer Waldsiedlung zu unterstützen“, erklärte Berendt. Wer über gute Russisch- oder Ukrainisch-Kenntnisse verfüge, sei es als Handelsreisender oder Verwandter, werden gebeten, sich in der Kreisverwaltung zu melden.

Erstversorgung mit Bargeld und Krankenkarte in Diedersdorf

Zunächst 140 gemeldete Flüchtlinge werden zur Übergabe ihrer Sparkassenüberweisungsscheine durch Mitarbeiter der Sparkasse Märkisch-Oderland individuell eingeladen. „Es bringt gar nichts, wenn die Personen auf gut Glück dort anreisen“, so Thomas Berendt. Wöchentlich sollen erst mal 300 Flüchtlinge versorgt werden. Dabei gehe es auch um die Registrierung und die Krankenkarte. Die Sparkassen-Auszahlungsscheine können in bestimmten Sparkassenfilialen in MOL eingelöst werden, informiert Sparkassen-Vorstand Dierk Riekers. „Koordiniert wird das über den Landkreis“, so Rieckers. Erst einmal sei es wichtig, dass die Menschen überhaupt an Bargeld kommen. Denn mit dem Geld in ihrer Währung, dem Hrywnja, können sie hier in Deutschland gar nichts anfangen.
Mehr zum Krieg in der Ukraine gibt es auf einer Themenseite und im Liveticker.