Im Falkenhagener Ortsteil Regenmantel sind Bauarbeiter zugange. Gemeinde und Amt reagieren damit auf die wiederholten Forderungen der Regenmanteler, die zerfahrene Wendeschleife am Trafo, der Kleinsten Galerie der Welt, zu reparieren. Das Areal ist nur zum Teil mit Pflaster befestigt. In den sandigen, nur mit Schotter verfestigten Bereichen gibt es tiefe Schlaglöcher. Die Busverkehrsgesellschaft habe den Ausbau der Wendeschleife gefordert. Und die Besucher der Ausstellungen hatten immer wieder über die matschigen Wege geflucht. Damit soll es nun bald vorbei sein.

Am Ortsrand ein Sackgasssen-Dorf

Regenmantel ist derzeit ein Sackgassen-Dorf. Von Heinersdorf kommt man nur bis ans Randgrundstück der Regenmanteler Straße Hausnummer 30, der Weg nach Lietzen ist nicht nutzbar und die Anfahrt durch Regenmantel ist nur bis Nummer 29 möglich. Dahinter befindet sich die Buswendeschleife am Ortsrand. Dort haben Bauleute der Frankfurter Firma LKT von Heiko Dehn seit 5. Oktober ihr Lager aufgeschlagen. Vollsperrung gilt, auch wenn am Freitag noch hin und wieder Autos durchfahren durften. „Die stören ja derzeit die Arbeiten noch nicht“, hieß es von den Bauleuten.

Auskoffern, Erneuern, Pflastern

Eingezäunt steht deren Technik, in der Buswendeschleife direkt aber auch. Ausgekoffert ist bereits ein Teil des Weges rechterseits um den ehemaligen Trafo. Bald folgt der Neuaufbau der Straße mit Recycling und Tragschicht. Am Ende soll gepflastert werden, damit man künftig trockenen Fußes dort entlang kommt. An den Seiten haben die Bauarbeiter bereits erste Rundborde gesetzt. Lars Hilbig schippt Boden ran, Steven Mangold klopft mit einem Hammer die Borde auf Linie und in gleiche Höhe – im hinteren Kurvenbereich zum Weg, der bald wieder nach Lietzen nutzbar sein soll. Auch im Innenrand des Rondells kommen noch Borde.

Projekt durch Kreisentwicklungsbudget bezuschusst

Die Gemeindevertretung Falkenhagen hat im April die Finanzierung der Maßnahme beschlossen. Im Planansatz stehen 78.400 Euro – davon fließen 50.000 Euro aus dem Kreisentwicklungsbudget des Landkreises Märkisch-Oderland als Zuschuss, beim Rest setzt die Gemeinde Zuweisungen für den Mehrbelastungsausgleich aus 2019 ein. Seelow-Lands Bauamtsleiter Tobias Busch erklärte auf Nachfrage den Handlungsbedarf vor Ort. Im tiefsten Bereich des Dorfes habe ja permanent das Wasser gestanden – nicht nur bei Dauerregen wie jetzt am Mittwoch. Da konnten die Bauleute nicht arbeiten, so sehr goss es. Auch sonst war in Regenmantel kaum einer im Regenmantel unterwegs. Nun hoffen die Bauleute zügig durchzukommen. Die Vollsperrung ist angesetzt auf zwei Monate – bis 5. Dezember. Ob dies machbar sei, das machen die Bauarbeiter abhängig vom Wetter.

Bus dreht nun weiter vorn im Dorf

„Der Bus nutzt nun die inoffizielle, ehemalige Buswendeschleife weiter vorn im Dorf“, erzählt Tobias Busch. Dafür habe man die Piste mit Schotter und Sand befestigt, fügt Falkenhagens Bürgermeisterin Bärbel Mede am Donnerstagabend an, als sie ihre Abgeordneten bei der Sitzung der Gemeindevertretung im Obergeschoss des Feuerwehrgerätehauses über den Start der Baumaßnahme informiert. Umgestellt habe man zudem im Zuge der Maßnahme am Trafo die Glas- und Altkleidercontainer. Man sei noch in Verhandlungen mit der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) zum Ankauf einer kleinen Fläche dort in der Nähe.

Kunstregen-Verein plant Kreiseinweihungsfest im Dezember

Über den Baufortschritt freut sich auch Michael Pommering, Chef des Vereins Kunstregen. Nach vier Jahren Bitten sei es endlich soweit, dass die Straße gemacht werde. „Dann gibt es bald pfützenloses Staunen über Kunst in der kleinsten Galerie der Welt“, schreibt er auf seiner Facebookseite. Aktuell könne man sich noch bis 10. November die Fotocollagen von Dietmar Ritter unter dem Motto „Eros und digitale Romantik“ im Trafo ansehen. Die Galerie sei ja weiter zugänglich. Der Verein plant passend zum Ende der Baumaßnahme am 6. Dezember,
16 Uhr, eine adventliche Kreiseleinweihungsfeier.