„Das Salatbüfett darf ich erst anbieten, wenn Corona Geschichte ist“, sagt Caterer Michael Schelske mit Verweis auf die geltenden Hygieneregeln. Das tägliche Salatangebot für ihre Kinder hatte beim „Runden Tisch Schulessen“ auf der Wunschliste der Elternsprecher der Lebuser Burgschule gestanden.
Der Austausch über die Versorgung der Kita- und Schulkinder in der kleinen Oderstadt fand in der Lebuser Amtsverwaltung statt. Sie vertritt die Stadt als Kita- und Schulträger. „Die ersten Wünsche von Kindern und Eltern hatte Herr Schelske zum Zeitpunkt des Treffens schon umgesetzt“, lobt Undine Schulz, die für Kitas und Schulen zuständige Mitarbeiterin der Amtsverwaltung.

Pappige Kekse sind Geschichte

Die Kekse, der Kuchen oder das Knäckebrot, das die Lebuser Kita-Kinder in der städtischen Kita „Oderfrösche“ und der evangelischen Kita „Kirchenmäuse“ zum Vesper bekommen, seien oft „pappig“ gewesen, weil sie schon mit dem Mittagessen geliefert wurden, hatten Eltern und Erzieher zum Beispiel moniert. Jetzt wird das Vesperangebot separat geliefert. „Wir haben es ja zum Glück nicht weit zu den Einrichtungen“, sagt Michael Schelske.
Der Inhaber der Firma C+B Catering und Bewirtschaftungs UG hatte im August vorigen Jahres die einstige Landküche Damm an der Kietzer Chaussee in Lebus übernommen – und in der Folge den Betriebssitz von Bremsdorf nach Lebus verlegt, wo Schelske auch zu Hause ist.

Montags ist Eintopftag

Er finde es gut und richtig, dass Kinder und Eltern sich zu Wort melden, wenn ihnen bei seinem Essen etwas „nicht schmeckt“, sagt der Caterer. Er hat auch auf den Hinweis der Burgschüler reagiert, dass es zu oft Suppen gegeben habe: „Jetzt ist nur noch montags Eintopftag“, berichtet Martin Thiel, der Schul-Elternsprecher. Er hatte im Vorfeld des „Runden Tisch Schulessen“ die Schülersprecher um ihre Meinung gefragt. Die Burgschüler hatten sich da auch mehr Abwechslung im Speiseplan gewünscht.
Inzwischen sind in den neue Gerichte aufgenommen worden – von gefüllter Paprikaschote über Kohlroulade bis zur Grützwurst mit Sauerkraut. „Ich hätte nicht gedacht, dass das viele Kinder mögen. Aber es ist so“, sagt Michael Schelske. „Die Kinder kriegen nichts, was ich nicht auch selbst esse“, betont der Caterer.

„Essen auf Rädern“ ist sehr gefragt

Der Wunsch einiger Eltern von Lebuser Kita-Kindern, auch diesen ein Wahlessen zu ermöglichen, sei leider nicht realisierbar. Nicht, weil er es nicht kann, sondern weil der Ausgabe-Platz in der Kita fehlt, erklärt Schelske. Für die Burgschüler gibt es täglich zwei Wahlmenüs – und fürs „Essen auf Rädern“.
Letzteres werde vor allem von älteren Menschen in Lebus und Umgebung „sehr gut angenommen“, sagt der Lebuser Caterer. Er hat ein zweites Fahrzeug angeschafft, um bis nach Alt Zeschdorf, Falkenhagen, Lietzen und Alt Mahlisch liefern zu können. Zu Schelskes Kunden zählen zudem Kita-Kinder aus dem Zeschdorfer Ortsteil Petershagen, aus Falkenhagen, Lietzen und Worin. – Und ab November auch die Kinder aus der Reitweiner Kita „Birkenschlösschen“.
Während des Lockdown haben die Partner des Lebuser Caterers dessen Zuverlässigkeit erfahren: „Obwohl 98 Prozent unserer Abnehmer weg gefallen waren, haben wir alle Kinder, die in Kitas in der Notbetreuung waren, weiter versorgt“, berichtet Michael Schelske. Er hat in der Zeit alle fünf Mitarbeiter weiter beschäftigt.

Hinweise zum Kita- und Schulessen nimmt Michael Schelske unter Tel. 015906315174 oder per Mail: info@cbcatering.de entgegen.