Die Geburtstagsfeier, zu der sich im Einfamilienhaus von Willi Lembke eine kleine Gesellschaft zusammengefunden hatte, nahm am Sonnabend ein jähes Ende. "Es war gegen 20.15 Uhr, als wir den Brand bemerkten", sagte Stephan Golz. Der Enkel des Hauseigentümers wohnt ebenfalls in dem markanten weißen Häuschen am Bahnübergang in der Karl-Marx-Straße 14, der ehemaligen B1. "Über die Brandursache können wir nichts sagen. Die Kriminalpolizei war schon da und hat sich alles angesehen. Wir selbst gehen davon aus, dass es einen Kabelbrand gegeben hat", so Stephan Golz.
Die Polizei ermittele derzeit in alle Richtungen. Ob es eine fahrlässige Brandstiftung gewesen ist oder eine technische Ursache zu vermuten ist, konnte Märkisch-Oderlands Polizeisprecher Thomas Wendland am Montag noch nicht sagen.
Gemeldet war der Leitstelle am Sonnabend ein Schwelbrand im Dachboden, der Schäden in der oberen Wohnung des alten Häuschen ausgelöst hatte. Die Dachbalken wurden dabei stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 10 000 Euro.
Stephan Golz ist froh, dass niemand verletzt wurde. Die obere Wohnung müsse natürlich renoviert werden, sie sei derzeit nicht benutzbar. Und das Dach, durch das die Brandschützer die Löscharbeiten durchgeführt hatten, müsse auch repariert werden.
Zum Löscheinsatz war am Sonnabend ein großes Aufgebot an Personal und Technik aufgefahren. Die Ortswehren von Küstrin-Kietz, Bleyen, Gorgast, Manschnow, Golzow und sowie aus Seelow der Drehleiterwagen fuhren vor. Als sie eintrafen, funktionierte in der Küche und im Bad der Wohnung die Beleuchtung noch. "Zum Glück konnte der Brand bekämpft werden, ohne dass größere Wassermassen für das Löschen der Flammen nötig waren", sagt Stephan Golz erleichtert. Das Tanklöschauto aus Manschnow hatte lediglich zur Sicherheit bereitgestanden.
Gestern war von der Aufregung nichts mehr zu spüren. Planen bedeckten das Brandloch im Dach. Die ersten Handwerksbetriebe hatten bereits den Schaden begutachtet.