Am Mittwoch waren nun Alex Karl, Roland Bienwald und MOZ-Redakteurin Doris Steinkraus ins Rathaus geladen. Dort nahmen Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Heinze und Bürgermeister Jörg Schröder die Eintragung vor. Im 2010 begonnenen Ehrenbuch stehen nun 13 Namen engagierter Bürger
Wolfgang Heinze freute sich, dass die Kreisstadt so viele ehrenamtlich aktive Menschen hat. Jörg Schröder betonte, dass er sehr stolz und dankbar sei, dass Seelow immerhin 54 Vereine hat. Das Ehrenamt werde in Seelow mit jährlich 750 000 Euro unterstützt. Das sei angesichts eines Zwölf-Millionen-Haushaltes nicht eben wenig. Aber der Beitrag , der durch das Bürgerengagement geleistet werde, sei ungleich höher zu bewerten.
Repräsentant des Sportes
Wolfgang Heinze verlas die Eintragungen ins Ehrenbuch. Mit Alex Karl ist auch ein Jugendlicher dabei. Er hat mit der deutschen Nationalmannschaft der U18 im Mai 2019 in Rokycany (Tschechien) den Weltmeistertitel im Classic-Kegeln errungen. "Mit diesem Erfolg ist Alex der Repräsentant des Sportes der Stadt im zurückliegenden Jahr. Alex Karl hat sich in seinem Verein, dem 1. Kegelsportclub 1959 Seelow dank seines Talentes zu einem hervorragenden Kegler entwickelt", so Heinze.
Mit Roland Bienwald ehrt die Stadt Seelow einem überaus verdienstvollen Mitbürger, der die Entwicklung seiner Heimatstadt kommunalpolitisch und vor allem im Sport bedeutend gefördert hat. Untrennbar miteinander verbunden sind Roland Bienwald und der SV Victoria Seelow, der am 30. September 1990 gegründet wurde. Seit nunmehr fast 30 Jahren steht er als 1. Vorsitzender an der Spitze des mit über 400 Mitgliedern größten Vereins der Stadt. Unter seiner Leitung hat sich der SV Victoria beispielhaft entwickelt und prägt nicht nur auf sportlichem Gebiet das Bild der Stadt mit. Die Sanierung der Sparkassenarena, das neu errichtete Sozialgebäude am EWE-­Sportplatz gehören zu seiner Erfolgsbilanz. Den größten sportlichen Erfolg des SV Victoria erzielte die 1. Männermannschaft Fußball mit dem Aufstieg in die Oberliga. Roland Bienwald war viele Jahre Abgeordneter der Stadtverordnetenversammlung.
Doris Steinkraus schrieb schon als Achtklässlerin für die Seelower Lokalredaktion des ,,Neuen Tag‘‘ einen Artikel über die Fahrt eines Mähdreschers nach Thüringen zur sozialistischen Hilfe. Später studierte sie neben der Arbeit in einem kombinierten Direkt- und Fernstudium Journalistik.
Für die Region eingesetzt
Im März 1990 begann sie ihre journalistische Tätigkeit in der Seelower Redaktion des "Neuen Tag" und bereits im Juli 1990 übernahm sie die Leitung der Lokalredaktion der Märkischen Oderzeitung. "Mit ihrem Wirken hat Doris Steinkraus 30 Jahre lang die lokalen und regionalen gesellschaftlichen Entwicklungen mit ihren Erfolgen und Widersprüchen den Bewohnern unserer Stadt wie auch des ganzen Oderlandes bildhaft und verständlich nahe gebracht", heißt es im Ehrenbuch. Stets habe sie sich für die Belange der Region eingesetzt. Ihr Engagement galt nicht nur Ihrer Heimatgemeinde Gusow-Platkow sondern unter anderem auch dem Areal Schweizerhaus in Seelow. Erst jüngst wurde Doris Steinkraus zur Vorsitzenden des Vereins Schloss Trebnitz gewählt.

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