Am 28. Dezember vor 46 Jahren herrschte in Seelow Hochbetrieb. Daran erinnerte in einem MOZ-Gespräch Hubert Nowack, einst Leiter des Kreisbaubetriebes.
Bauleute und Handwerker der Region hatten 1972 in Feierabendarbeit die Gedenkstätte auf den Seelower Höhen errichtet. Kernstück bildet bis heute der Nachbau des Bunkers des Oberbefehlshabers der Roten Armee, Marschall Shukow, in Reitwein, der von dort aus den Angriff auf die Seelower Höhen kommandierte. Schon im Mai 1945 hatte Shukow den Befehl zum Bau des Ehrenmals gegeben, das Lew Kerbel und Wladimir Zigal auf dem Plateau oberhalb des heutigen Museums errichteten. Die Einweihung fand am 27. November 1945 statt. Das Gebäude unterhalb der Plastik entstand 1972 als Teil der Gedenkstätte der Befreiung, mit der die DDR eine Neuausrichtung des Ehrenmals vornahm. Die Eröffnung am 28. Dezember 1972 fand anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der Sowjetunion und des 40. Jahrestages des Beginns der Berliner Operation statt. Hunderte kamen mit Bussen zur Einweihung. In den Folgejahren fanden unzählige Vereidigungen, Jugendtreffen und politische Veranstaltungen statt. Nach der Wende gab es eine Neuorientierung, wurde die Schlacht in ihrer Gesamtheit dargestellt. Ab Januar 2019 übernimmt der Seelower Verein Zeitreise die inhaltliche Arbeit