Drogen, besonders das Rauchen, sind das Thema von Polizeioberkommissar Burkhard Siegmund und der sechsten Klasse der Golzower Grundschule. Eben dreht sich das Gespräch um Shishas, Wasserpfeifen. "Sind die denn gefährlich?", will der Ordnungshüter aus Strausberg von den Kindern wissen. "Ja, sogar noch schlimmer als normale Zigaretten", wissen diese schon.
Warum das so ist, da muss Siegmund noch ein wenig Aufklärungsarbeit betreiben. "Zigaretten haben einen Filter, über die Shisha, in der man also Wasserdampf raucht, nimmt man all die 4000 Gifte, die im Tabak enthalten sind, ungefiltert auf. Denn Wasser filtert nicht", erklärt er.
Seine Unterrichtsstunde hält er im Rahmen des ersten Tages der Schulsicherheit bei den "Kindern von Golzow". Außer ihm sind auch noch Revierpolizist Jürgen Zickert, die Bundespolizei, das Technische Hilfswerk (THW), das DRK mit Rettungshundstaffel und die Freiwillige Feuerwehr Golzow gekommen.
"Über das Schuljahr verteilt haben wir eigentlich alle diese immer zu Besuch gehabt", sagt Schulleiterin Gabriela Thomas. Dieses Mal wollte sie die komprimierte Version versuchen. "Für alle Klassen haben wir Themenschwerpunkte ausgewählt, die ihrem Alter entsprechen", ergänzt sie.
So sprach Burkhard Siegmund vor seinem Gang in die Sechste mit der vierten Klasse über Gewalt auf Schulhöfen und Cybermobbing. Für die erste Klasse ist das Thema "Geh nicht mit Fremden" ausgewählt worden. Die Bundespolizei führt ein Projekt zum Thema Zivilcourage durch, bei dem die Kinder in einem Rollenspiel zeigen müssen, was sie darunter verstehen. Das DRK bietet einen Kurs in Erster Hilfe an.
Richtig aktiv werden können die Kinder dann an den Stationen von THW und Freiwilliger Feuerwehr. Zunächst dürfen sie die Einsatzfahrzeuge entdecken und sich auch einmal hinter das Steuer setzen.
Am Lkw des THW können sich die ganz Mutigen an einem Stahlseil in luftige Höhen ziehen lassen. Die Handwerker unter den Jüngsten versuchen sich derweil im Hämmern. Mit einer Hand sollen sie einen Nagel in ein Holzbrett bringen.
Teamarbeit ist auf dem Hindernisparcour der Freiwilligen Feuerwehr gefragt. Celine, Melina, Hannes und Luca aus der dritten Klasse lassen sich eine Gasmaske aufsetzen, auf der die Sehfläche abgeklebt ist. Blind wie sie nun sind, führt sie ihr Klassenkamerad Nico über den Schulhof. Die besondere Schwierigkeit: Wie echte Feuerwehrleute bei einem Einsatz müssen die Vier ohne Sicht eine Trage transportieren.
"Links, weiter links, bis ich "Stopp' sage", hört man Nico rufen, wenn sie die Richtung ändern müssen, "Vorsicht", wenn sie auf eines der Hindernisse wie Leitern oder Poller stoßen. Und da die Vier Nico und seinen Kommandos vertrauen können, beenden sie den Parcours bravurös. Ebenso, wie der gesamte Tag für sie ein voller Erfolg ist.