Die Sicherheitspartnerschaft Sophienthal kann ab sofort besser gerüstet auf Streife gehen. Danke einer Spende des Landes aus Lottomitteln und einer Kofinanzierung durch die Gemeinde arbeiten die 14 Mitglieder nun mit Nachtsichtgerät und Wärmebildkamera.
Darauf haben die Sicherheitspartner, 14 Männer aus Sophienthal,  Sydowswiese und Rehfeld, schon lange gewartet. Sie haben nun ein Nachtsichtgerät, das sie in die Lage versetzt, die Höfe und Gärten der Dörfer nachts auch vom Deich aus ins Auge zu nehmen, selbst wenn der Mond mal nicht scheint. Am Donnerstag wurde ihnen zur Gemeindevertretersitzung das Gerät mit dem beziehungsreichen  Namen „Keiler 35 pro“ übergeben. Dass sie damit in einem großen Vorteil gegenüber den Einbrechern haben, die zumeist abseits der Ortsdurchfahrten die Schuppen, Garagen und Häuser heimsuchen, das haben sie bereits einmal testen können. Auf Vermittlung der SPD-Landtagsabgeordneten Simona Koß war es nun möglich, dass  so eine Kamera nun endgültig in den Bestand der Sicherheitspartner geht.
Joachim Giese-Winzer schwärmt regelrecht von dem kleinen Gerät. Denn es kann auch Fotos und Videos aufnehmen, die dann per drahtloser Datenübertragung (WiFi) direkt an die Landes- oder Bundespolizei weitergegeben werden können. Die hat damit eine viel bessere Handhabe gegen die Diebesbanden.  Die Sicherheitspartner haben sich bestimmte Beobachtungspunkte ausgemacht, die zu wechselnden  Zeiten mehrmals in der Woche aufgesucht werden. Inzwischen haben es die ehrenamtlichen Partner der Landespolizei, die vom Innenministerium auch mit Schutzwesten ausgestattet wurden, auf dem Kienitzer Bereich ausgedehnt. „Kienitz gehört zu den Dörfern an der Oder, in denen es nachts am dunkelsten ist“, kritisierte der Leiter der Sicherheitspartnerschaft. Das seien natürlich hervorragende Bedingungen für Einbrecher. Giese-Winzer nutzte die Gelegenheit, um sich bei Simona Koßzu bedanken, die sich sehr für die Technik eingesetzt habe.
Bürgermeister Michael Böttcher wünschte der Sicherheitspartnerschaft viel Erfolg dabei, „die schwarzen Schäfchen sichtbar zu machen“ . Er machte aber auch deutlich, dass er es besser fände, wenn die Zeiten der Sicherheitspartner vorbei wären, weil die Polizei  in die Lage versetzt wird, für die Sicherheit in den Dörfern zu sorgen. Eigentlich sei es nicht in Ordnung, dass die Einwohner statt ihres Nachtschlafes auf Streife gehen müssen, um ihr Hab und Gut zu schützen. Sicherheitspartner gibt es in Märkisch-Oderland aktuell neben der Sophienthaler auch in Seelow, Wriezen und Bleyen/Küstrin-Kietz. In den Grenzdörfern sind sie eine Reaktion auf die Diebstähle aus Garagen, Schuppen und Wohnhäusern. Die Sicherheitspartnerschaften arbeiten eng mit der Polizei zusammen und erhalten eine kleine Aufwandsentschädigung, von der ein Teil der Kosten für Ausrüstung und Treibstoff finanziert werden kann.