Aus dem FLI als nationales Referenzlabor kam am Donnerstag die Nachricht, dass bei einem weiteren Wildschwein aus Märkisch-Oderland die Afrikanische Schweinepest (ASP) festgestellt worden ist. Darüber informierten Kreissprecher Thomas Berendt und das Brandenburgische Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz.
In dessen Pressemitteilung hieß es, dass es sich um Fallwild handelt – also Wild, dass ohne Gewalteinwirkung eines Jägers zu Tode kommt, beispielsweise durch Krankheit, Hunger oder Kälte. Der Kadaver ist in Bleyen und damit im bereits bestehenden Kerngebiet gefunden worden.

Kerngebiet wird nicht verändert

Das Wildschwein war, so das Ministerium weiter, bereits stark verwest. Im Rahmen einer ersten epidemiologischen Untersuchung anhand von Fotos habe das FLI dem Landeskrisenzentrum-ASP mitgeteilt, dass dieser Kadaver schätzungsweise mindestens vier Wochen am Fundort gelegen haben muss, bevor er entdeckt worden ist. Bei dem Fallwild handelt es sich um eine Bache, die im Rahmen der laufenden Fallwildsuche am Montag gefunden und beprobt wurde. Das Tier lag, versteckt im Dickicht, nahe der Stelle des ersten Fundes. Ein Jäger hatte dort am 27. September einen sogenannten Überläufer erlegt und beprobt. Das Ergebnis führte am 30. September zum ersten amtlich festgestellten ASP-Fall in Märkisch-Oderland. Das bestehende Kerngebiet muss nicht verändert werden.