Brücken sind beliebte Standorte für die Anbringung von Liebesschlössern, da sie für Verbindung und Zusammenhalt stehen. Auch an der Oder. Bei Bad Freienwalde kommen auf der Oderbrücke zwischen Neurüdnitz und Siekierki Menschen aus Polen und Deutschland zusammen. So war es auch zum Jahreswechsel. An der Aussichtsplattform waren die ersten Liebesschlösser bereits kurz nach der Eröffnung zu sehen. Jetzt sind es mehr geworden.

Schlüssel in den Fluss geworfen

Es heißt, dass die Liebe angeblich zerbricht, wenn das Schloss vorzeitig entfernt wird. Deshalb wird der Schlüssel meist weit über das Brückengeländer geworfen und im Fluss versenkt. Sicherlich eine nette Geste, zum Beispiel zum Valentinstag oder in den Flitterwochen, um sich am Traumort zu verewigen. Was aber, wenn die Liebe doch zerbricht? Zu sehen ist das jetzt offenbar an der Brücke. Wurden deshalb schon die ersten eingravierten Namen auf Liebesschlössern weggekratzt? „Das rote untere Schloss ist unseres, und unsere Liebe ist nicht zerbrochen, sondern das war purer Vandalismus! Es wurde einfach zerkratzt!“, klärte jetzt eines der Pärchen per Facebook-Kommentar auf.
Doch diese touristische Tradition wird sich dort fortsetzen. Vor allem, wenn sich die Bedingungen für Besucher weiter verbessern. Aktuell wird die Verordnung zum Naturschutzgebiet 2008 nachgebessert, um ein Imbissangebot auf deutscher Seite zu schaffen. In dieser Frage haben die Behörden von Land und Kreis jetzt die Schreibtische zusammengeschoben und arbeiten zielgerichtet an der Lösung.
Es gibt einen Antrag von Imbissbetreiberinnen, auf der Plattform einen mobilen Wagen aufstellen zu wollen. Spätestens zum Beginn der Radfahrsaison im März/April 2023 könnten diese Anträge genehmigt werden, hieß es aus dem Landratsamt MOL dazu.