Einsatzleiter der Feuerwehr, die bald nach der Alarmierung an dem gegenüber dem ehemaligen Dorfkonsum gelegenen Haus eintraf, war Golzows Amtsbrandmeister Andreas Zwick. „Das war für uns kein gewöhnlicher Einsatz. Er ist noch immer nicht vollständig abgeschlossen“, sage er gestern Nachmittag. Mit 50 Einsatzkräften aus den Wehren Genschmar, Manschnow, Golzow und Seelow war es gelungen, den Brand so zu löschen, dass die benachbarten Wohnungen nicht zu sehr in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Die Brandwohnung selbst allerdings ist unbewohnbar. Die Hitze des Brandes war so stark, dass die Dachziegel des 1986 erbauten und im Jahre 2000 komplett sanierten Hauses geplatzt waren. „Gegen ein Uhr waren wir mit dem Löschen fertig. Die Brandwache dauerte noch bis sechs Uhr“, berichtet Zwick. Der Umstand, dass bei dem Wohnungsbrand ein Mensch ums Leben kam, bedeutete für Einsatzkräfte wie Bewohner eine große psychische Belastung. „Ein Seelsorger war vor Ort. Er hat sich zwar hauptsächlich um die Angehörigen gekümmert, hat aber auch mit uns gesprochen. Wir versuchen, uns mit Gesprächen gegenseitig zu helfen“, sagte der Amtsbrandmeister.
Angehörige wie Hausbewohner erfuhren auch Unterstützung von Amtsdirektor Lothar Ebert und Olaf Mieckeley von der Wohnungsverwaltung der Sewoba, die das kommunale Wohnhaus mit vier Wohnungen verwaltet. Zunächst sollte untersucht werden, mit welchem Aufwand die Wohnungen schnell wieder hergestellt werden können. Vor allem die unter der Brandwohnung gelegenen Zimmer wurden vom Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen. Lothar Ebert bedankte sich im Namen der Gemeinde für den rücksichtsvollen Einsatz der Feuerwehr und das besonnene Verhalten der Hausbewohner.
Zur Brandursache konnte die Polizei bis zum Redaktionsschluss keine Angaben machen.
Der Leichnam des Brandopfers wurde beschlagnahmt, informierte die Polizei gestern. Über eine Obduktion entscheidet die Staatsanwaltschaft. Die Kriminalpolizei des Schutzbereiches und Spezialisten des Landeskriminalamtes hatten die Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung aufgenommen. Der Sachschaden wurde auf 
80 000 Euro geschätzt.