Die Zeschdorfer Abgeordneten haben in ihrer jüngsten Beratung das Nutzungskonzept für die Patronatskirche in Hohenjesar beschlossen. Die Gemeinde trägt das Konzept gemeinsam mit der Kirchengemeinde Hohenjesar-Niederjesar und dem Förderverein Freunde der Kirche Hohenjesar. Zusammen mit der 2008 geschlossenen Nutzungsvereinbarung soll das Konzept eine Grundlage zur Beantragung von Fördermitteln und Einwerbung von Spenden zur Sanierung der Kirche sein.
Denn diese – bzw. speziell ihr imposanter Turm – ist seit dem Herbst 2015 gesperrt, die Nutzung wurde untersagt. Die Glocken läuten nicht mehr, auch ein Teil des Friedhofs ist gesperrt. Ein starker Hausschwammbefall gefährdet die Standsicherheit des Turms. Die Kosten für seine Sanierung sind auf mehr als eine halbe Million Euro veranschlagt.
Die Gemeindevertreter hatten sich vor vier Jahren in einer Willensbekundung einstimmig für den schrittweisen Wiederaufbau des 1721 bis 1723 im spätbarocken Stil umgebauten Hohenjesarer  Wahrzeichens ausgesprochen. Denn die 1945 schwer beschädigte Kirche ist eine provisorisch überdachte Ruine.
Der im April 2004 gegründete Förderverein der Kirche hatte vor deren Sperrung nicht nur erste Sicherungsmaßnahmen, sondern auch eine Reihe beliebter Veranstaltungen in der Ruine organisiert. Die Palette reichte von Konzerten und Projekttagen für Alt Zeschdorfer Grundschüler bis zu Krippen- und Passionspielen und dem Weihnachtsmarkt im Kirchenschiff.
An diese Tradition soll nach der Sicherung und Sanierung angeknüpft werden, heißt es im jetzt beschlossenen Nutzungskonzept. Dessen drei Partner setzen ausdrücklich auf die Unterstützung der Landeskirche und des Kirchenkreises Oderland-Spree für den Wiederaufbau der einstigen Patronatskirche der Familie von Burgsdorff.
Neben Gottesdiensten und anderen kirchlichen Nutzungen sieht das Konzept kulturelle und touristische Veranstaltungen vor. Evanglische und katholische Gottesdienste finden derweil in der Friedhofskapelle statt.