Es gab auch Kürbisse bei dem Turnier, das der Verein zum vierten Mal ausgerichtet hatte. Doch die interessierten weder die Hundesportler noch ihre Gefährten. Während der Wettkämpfe spielten die Herbstfrüchte keine Rolle. "Die Idee dazu kam uns bei einem Turnier in Leipzig-Süd/Markleeberg. Die hatten ihr Turnier, bei dem es in die Nachtstunden geht, Fackelturnier genannt", erzählte Steffen Paulus. "Wegen der Jahreszeit haben wir unser Turnier nun nach dem Kürbis benannt."
Zunächst ging es fern des schmucken Vereinsgeländes, das sich die rund 50 Mitglieder vor 19 Jahren auf einer ehemaligen ZBO-Lagerstätte hergerichtet haben, ins nahe Wüste Kunersdorf. Dort wurden die Geländeläufe über 1000 und 2000 Meter absolviert. Für die längste Strecke, den 5000-Meter-Lauf, gab es diesmal keine Meldungen, erklärte Vereinsvorsitzender und Turnierleiter Hans-Jürgen Müller. Als Gastgeber freute sich der Lebuser Verein, dass wieder Hundesportler aus dem gesamten Landesverband angereist waren. Sie kamen aus Märkisch-Oderland, Oder-Spree, Frankfurt, und sogar aus Cottbus, Zepernick und Ahrensfelde. Während bei den Vierbeinern als Altersgrenze lediglich die Bedingung besteht, dass sie 15 Monate alt sein und die Begleithundeprüfung abgelegt haben müssen, sind die Sportler selbst nach Altersklasen gruppiert. Die reichen von bis 14 Jahren bis ab 50. Und so breit ist auch das Spektrum der Sportler. Die Altersgruppierung ist wichtig, da die Sportler fast alle Hindernisse und Distanzen genauso überwinden müssen, wie die Vierbeiner. Und meistens sind es die Hunde, die Herrchen oder Frauchen zu Höchstleistungen antreiben und sie über die Strecke ziehen, sagt Müller. Sie alle eint die Lust, gemeinsam mit dem Tier und anderen Sportlern an der frischen Luft etwas zu unternehmen, sich fit zu halten. Das Besondere beim Kürbispokal ist die tolle Atmosphäre. Es gibt Glühwein am selbst hergerichteten Vereinsheim, abends Flutlicht und viele Überraschungen. Die Baracke hatten sich die Hundesportler einst vom Brauereigelände geholt, wo sie nicht mehr benötigt wurde. Um das Wettkampfareal so toll hinzubekommen, wie es sich heute präsentiert, wurden viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet, erzählte Müller, während die nächsten Wettkampfdisziplinen vorbereitet wurden.
Der Verein ist offen für alle Hunderassen. Sonntags treffen sich alle von 9 bis 12 Uhr zum allgemeinen Training, wochentags zu speziellem. Am Sonntag können auch Nichtmitglieder kommen, die Probleme mit dem Verhalten ihrer Vierbeiner haben, so Müller. "Dann geben wir Hinweise zum Verhaltens- und Gehorsamstraining."
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