Petra Schwarz ist Nachfolgerin
Zu ihrer gemeinsam mit Freundinnen organisierten Verabschiedung erschienen im Kulturhaus der Stadt, so die eng mit Theodor Fontane und Günter Eich verbunden ist, zahlreiche Weggefährten, Arbeitskollegen, Lesepaten, Bürgermeister Peter Heinl und Stadtverordnete sowie langjährige Bibliothekspartner. Der scheidende Amtsdirektor Heiko Friedemann dankte Christine Borngräber für ihre langjährige Arbeit mit den Worten: "Sie waren das Herz und die Seele unserer Bibliothek. Es wird schwer sein, die mit ihrem Renteneintritt entstehende Lücke im geistig-kulturellen Leben unseres Amtes zu füllen. Wir und die Leser, darunter zahlreiche Kinder und Schüler, behalten Sie in guter Erinnerung".
Ihre Nachfolgerin Petra Schwarz, die seit Mitte August eingearbeitet wurde, kennt die beachtliche "Größe des Rucksacks", den sie in Zukunft allein tragen muss und will. Ihre Vorgängerin entwickelte die Bibliothek gleichermaßen zu einem kulturellen Zentrum für Jung und Alt und einer außerschulischen Bildungsstätte für jüngste Kinder und Schüler. Lesenächte mit Hort und Schule, Projekttage in der Burgschule, die Arbeit mit einem Bücherrucksack für Kitas und Erstklässler gehörten ebenso dazu wie die Unterstützung der Vorlesewettbewerbe der 6. Klassen oder des Buch-Lesemarathons Berlin-Brandenburg und weitere Veranstaltungen.
Und so verwunderte es niemanden, dass sich Schüler der 6. Klasse der Burgschule und Knirpse der Kita jeweils mit einem kleinen Liederprogramm bei der zukünftigen Rentnerin bedankten. Anerkennung für ihre Kinder- und Jugendarbeit sprachen ihr außerdem die ehemalige Direktorin und die aktuelle Schulleiterin der Burgschule Lebus   - Birgit Müller und Andrea Perlwitz - aus.
Christine Borngräber selbst dankte anschließend Förderern, Unterstützern und Arbeitskollegen. Die Liste reichte beginnend mit den gesellschaftlichen Mandatsträgern der Stadt und den Mitarbeitern des Amtes über das Landratsamt und Sponsoren bis zu Kooperationspartnern wie der Volkssolidarität, den Buchhandlungen Micklich und Ulrich von Hutten sowie dem Förderverein Bibliotheken Märkisch-Oderland. Danach beschrieb sie ihre zurückliegende Tätigkeit: "Es hat mir immer Freude bereitet, das war ja keine Arbeit. Die Bibliothek war mein größtes Hobby!"
"Freiwillige" Aufgabe
Anschließend wandte sich Christine Borngräber in einem leidenschaftlichen Plädoyer gegen die im kommunalpolitischen Bereich aus finanzieller Sicht oft erfolgende Einstufung von örtlicher Bibliotheksarbeit als freiwillige Aufgabe. In diesem Zusammenhang zeigte sie sich glücklich, dass es der Stadt Lebus gelang, die Weiterführung ihres Lebenswerkes mit einer Nachfolgerin zu sichern. Alle Gäste applaudierten herzlich und stießen mit ihr auf Gesundheit und einen schönen weiteren Lebensabschnitt an.