Was wie der Plot eines Krimis klingt, wurde am 20. Januar, gegen 4.30 Uhr, in Küstrin-Kietz zur Wirklichkeit: Eigentlich sollte der Fahrer eines BMW bereits in Manschnow kontrolliert werden. Doch der Mann ignorierte alle Anhaltezeichen, überfuhr ein Stoppschild und setzte trotzdem die Fahrt in Richtung Polen fort.

60.000 Schaden bei Unfall mit Polizei und einem weiterem PKW

In Küstrin-Kietz versuchte die Polizei erneut, den BMW zu stoppen. Dafür stellten die Beamten ein Fahrzeug an die Brücke über die Oder. Doch daran fuhr der BMW-Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit vorbei. Da ihm ein PKW entgegenkam, stieß der BMW-Fahrer gegen das Polizeifahrzeug und gegen den PKW. Der entstandene Sachschaden wurde auf 60.000 Euro geschätzt. An einem Brückenpfeiler kam der BMW dann zum Stillstand.

Autodieb flüchtet mit einem Sprung in einen Nebenarm der Oder

Doch der Fahrer stieg aus und flüchtete zu Fuß über die Brücke, an deren Ende er über das Geländer stieg und sich in einen Nebenarm der Oder fallen ließ. Am Ufer nahmen ihn die Polizisten fest und übergaben ihn an die polnische Polizei.
Inzwischen hatte die Berliner Polizei recherchiert, dass der BMW in Berlin gestohlen worden war. Das Fahrzeug wurde sichergestellt.
Die Polizei leitete Ermittlungen zur gewerbsmäßigen Hehlerei in Verbindung mit gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, zur Unfallflucht und zum Fahren ohne Fahrerlaubnis gegen den 23-jährigen Osteuropäer ein.