Darauf hat Thomas Berendt, Pressesprecher des Landkreises Märkisch-Oderland, am Mittwoch aufmerksam gemacht.
Die für die Elektrifzierung notwendigen Ausschreibungsunterlagen könnten, so hieß es weiter, bis 2023 vorliegen. Für Tomasz Drost vom polnischen Verein komunikacja.org hätte es keine wichtigere Nachricht für die Eisenbahnen in unserer Region geben können.
Rainer Schinkel, Beigeordneter des Landkreises Märkisch-Oderland, erklärt dazu: "Diese Entwicklung wird den Entscheidungsträgern in Deutschland, im Bund, Land und bei der Deutschen Bahn helfen, ihre Haltung zum Ausbau der Ostbahn zu überdenken." Die Ziele des Landkreises – Zweigleisigkeit und Elektrifizierung – seien seit Jahren bekannt. "Daran werden wir auch festhalten", so Schinkel.
Vereinsstruktur vorgesehen
Die Interessengemeinschaft Ostbahn werde in diesem Jahr in eine Vereinsstruktur überführt. "Dadurch werden wir die Forderungen aus der Region, unterstützt durch die Industrie- und Handelskammern Ostbrandenburg und Berlin, dem Regionalmanagement der Metropolregion Ost und vielen anderen, zielgerichtet verbreiten können", sagt der Beigeordnete Schinkel und fügt hinzu: "Wir können nicht erst bis zur Erstellung des nächsten Bundesverkehrswegeplanes warten, ehe eine höhere Priorität kommt."
Dass das polnische Eisenbahnunternehmen sein Elektrifizierungs-Vorhaben ohne großen Medienrummel angekündigt hat, wird in dem Zeitungsbeitrag damit begründet, dass es in Polen derzeit wichtigere Angelegenheiten gibt – den Kampf gegen das Coronavirus.