Brigitte Stock
Neuhardenberg/Sophienthal/Alt Zeschdorf/Alt Tucheband/Worin (MOZ) Die Organisatoren der Dorffeste hatten am Wochenende große Konkurrenz – die hochsommerliche Hitze und die Fußball-Weltmeisterschaft. Dennoch kamen die Besucher und feierten ausgiebig.
So wie bereits im vergangenen Jahr wurde beim Keilerfest in Neuhardenberg ein Wildschwein zum Auftakt angeschnitten. Vom Bürgermeister und bekennenden Vegetarier Mario Eska. Dazu spielte in der Dorfmitte die Jagdhornbläsergruppe Heike van Reekum. Wer wollte, konnte an der Socke mitstricken, die die größte Brandenburgs werden soll. Ein Porträtmaler zeichnete Besucher minutenschnell. Viele Akteure und Vereine hatten ihre Stände aufgebaut. Musik gab es bis in die Nacht hinein – unter anderem mit Uwe Jensen und einem Rosenstolz- sowie DJ Ötzi-Double.
In Sophienthal wurde ebenfalls am Wochenende gefeiert. Dort fand zum 19. Mal das Sommerfest statt, das seinen Anfang als Spinnerfest nahm. Obwohl bei den hochsommerlichen Temperaturen wohl niemand an Wollsocken dachte, zeigten Frauen des Ortes, das alte Spinner-Handwerk. Schließlich kommt der nächste Winter garantiert. Wie überall in der Region lag auch in Sophienthal jede Menge Musik in der Luft. Der Letschiner Mädchenchor und Lothar Böttcher waren etwa zu Gast und das Duo Gaby und Peter. Später zeigten die Sunflowers aus Zechin ihr Können auf der Bühne.
In Alt Tucheband schreckte die Hitze weder den Fußballnachwuchs noch die Frauenmannschaft. Dort stand am Sonnabend das Sommersportfest an. „Die Idee, in den Ferien das Fest zu veranstalten, haben wir nie bereut“, sagte Sportchef Georg Wihan. Ursprünglich waren Volleyballturniere geplant. Jetzt stehen viele andere sportliche Aktivitäten auf dem Plan. Veranstalter des Festes ist die Gemeinde, unterstützt vom Verein „Die Tuchebander“.
Strandfest in Alt Zeschdorf tauchte Neptun alias Frank Wöllert samt Nixen aus den Fluten. Da er nicht immer mit seinen Badegästen zufrieden ist, gab es bei der Taufe mit Entengrütze Namen wie „Elendige Landratte“ und „Saure Seegurke“. Das Strandfest bot noch vieles mehr. Das Programm reichte von Vorführungen der Seelower Tanzgruppe und Liedern der Kita- und Grundschulkinder des Ortes.
Das Woriner Sommerfest bot gleich zwei Höhepunkte: Zum einen wurde von Ortsvorsteher Olaf Hennes der neue Spielplatz feierlich eröffnet. „Wir möchten damit zeigen“, sagte er, „dass wir ein kinderfreundliches Dorf sind und uns der Nachwuchs am Herzen liegt.“ Die Kinder waren kaum zu halten. Schon nahmen sie ihren neuen Turm samt Rutsche in Beschlag. Der zweite Höhepunkt war in Worin die Herausgabe der Dorf-Chronik „Splitter, Streifzüge durch die Woriner Ortsgeschichte“. Chronist Herbert Schüler und seine Frau Marlis haben ihr Wissen zusammengetragen und darin festgehalten.