Schmook erinnerte zunächst an die Trockenlegung von 1747 bis 1753 und an die Königlichen Edikte, die es den zumeist als Fischer im Oderbruch lebenden "Ureinwohnern" untersagt, die neuen Deiche zu durchstechen. Natürlich mussten die Biber bejagt werden, die die mühevolle Arbeit des Deichbaus sonst zunichte gemacht haben. Die erfolgte von Booten aus, nachdem die Biber von Hundemeuten aufgebracht wurden. Die letzten Biber wurden um 1800 bei Sietzing geschossen. Bis die ersten Naturfreunde Mitte der 1980er Jahre wieder Biber aussetzten, galt der Nager als ausgerottet im Oderbruch.
Es habe viele schwere Hochwasser gegeben, so Schmook. Eines der Furchbarsten sei das von 1848 gewesen, als bei Schiffmühle der Bruchsee entstand. Er beschränkte sich im Vortrag aber auf die im 20. Jahrhundert. Fast vergessen dabei ist das von 1940. Es war ein Jahrhunderthochwasser im zweiten Kriegsjahr. Die Wehrmacht versuchte, Eisversetzungen mit Artilleriebeschuss aufzulösen. Doch unterhalb von Hohenwutzen, am Zehdener Polder brach der Deich und die Eiswassermassen ergossen sich im Zehdener Polder (heute Cedynia). Schmook zeigte Fotos aus Heimatkalendern und der Sammlung des Oderlandmuseums vom Kampf gegen dieses Hochwasser.
Zum 1947er Eishochwasser erklärte Schmook, dass der Deiche nicht wegen Kriegszerstörungen brachen. "Die waren längst schon repariert." Weniger im öffentlichen Bewusstsein präsent ist das Winterhochwasser von 1981/82, als der Deich zwischen Hohenwutzen und Hohensaaten durch die Zivilverteidigung, die NVA und die Sowjetarmee erhöht werden musste. Für alle noch sehr lebendig waren die Erinnerungen an das Sommerhochwasser 1997 und die dramatischen Ereignisse am Deich bei Neuranft.