Die erste Sitzung des neu gewählten Gemeinderates war eine besondere. Durch den überraschenden Tod des seit 2003 agierenden Bürgermeisters Detlef Baar im April – er wollte erneut antreten und war einziger Bewerber – konnte am 26. Mai kein Bürgermeister gewählt werden. Sein Vorschlagträger, die Wählergruppe Großgemeinde Alt Tucheband, fand keinen Nachfolger, um einen neuen Kandidaten ins Rennen zu schicken. Damit musste die Gemeindevertretung einen Bürgermeister wählen.
Dank an Wahlhelfer
Es kandidierten die neuen Gemeinderatsmitglieder Dieter Pichi, Ortsvorsteher von Alt Tucheband, sowie Thomas Kowalzik, beide von der Wählergemeinschaft Großgemeinde Alt Tucheband. Zuvor hatten die Gemeindevertreter jedoch noch diverse formale Beschlüsse zu den Wahlen  zu fassen. Wahlleiter Guntram Glatzer erläuterte die einzelnen Punkte. An den Gemeinderatswahlen hatten sich 55,7 Prozent der Wahlberechtigten beteiligt. Sie wählten mit einem Anteil von 79,9 Prozent acht Vertreter des Wählergruppe Großgemeinde Alt Tucheband und mit 20,1 Prozent zwei Kandidaten der Wählervereinigung "Pro Zukunft" in den neuen Gemeinderat. "Es ist sehr korrekte Arbeit geleistet und eine hohe Belastung  gestemmt worden", sagte Glatzer. Er dankte allen Wahlhelfern. Die meisten "Neuen" blieben die "Alten". Dieter Pichi, der als stellvertretender Bürgermeister die Versammlung bis zur Bürgermeisterwahl leitete, konnte lediglich eine wirklich neue Abgeordnete in der Runde begrüßen - Anita Stein von "Pro Zukunft". Bestätigt wurden einstimmig die Wahlen der Gemeindevertretung und der Ortsvorsteher. In Alt Tucheband ist dies Dieter Pichi, in Hathenow Jürgen Bensch und Rathstock Marco Schulz vorliegen.
Helga Bauer, Manfred Quandt und Angelika Tiedemann übernahmen dann als neue Wahlkomission das Zepter. In einer ersten Abstimmung für das Bürgermeisteramt entfielen auf jeden der beiden Kandidaten fünf Stimmen. In dieser Patt-Situation baten die Gemeindevertreter die zwei Bewerber um kurze Stellungnahmen zu ihrer Bewerbung.
Dieter Pichi verwies unter anderem auf seine Erfahrung als stellvertretender Bürgermeister. Thomas Kowalzik erinnerte daran, dass er bei der Wahl einige Stimmen mehr auf sich vereinen konnte und das Amt des Bürgermeisters und Ortsvorstehers getrennt sein sollte. Den zweiten Wahlgang  entschied schließlich Thomas Kowalzik. Damit gab er sein Abgeordnetenmandat zurück. In den Gemeinderat rückt für ihn nun Johannes Erz nach.
Zum stellvertretenden Bürgermeister wurde Marco Schulz gewählt. Ausschüsse gibt es keine. Für den Amtsausschuss ist der Bürgermeister gesetzt. Als zweiter Vertreter wurde Andreas Weinberg bestätigt. Jürgen Bensch in der Gemeinde in der Verbandsversammlung des WAZ Seelow. Sein Stellvertreter wurde Manfred Quandt.