Die stolzen und erwartungsvollen Hundeaussteller kamen mit ihren vierbeinigen Lieblingen aus allen Teilen Deutschlands, Polen und sogar aus der Schweiz ins Oderbruch. Denn zum dritten Mal fand am verregneten Sonntag im Fort Gorgast die Brandenburg Siegerschau des IHV (Internationalen Hundevereins) statt. Das denkmalgeschützte Fortensemble mit seinen Kasematten bot wieder eine tolle Kulisse für die Schau. Bei dieser internationalen Doppeltitel-Ausstellung wurden alle vorgeführten Hunde von fünf internationalen Zuchtschaurichtern, davon zwei aus Polen, bewertet.
Organisiert wurde die immer beliebter werdende Veranstaltung vom Leiter der Landesgeschäftsstelle Berlin/Brandenburg, Steffen Seemann, und Bruder Andreas. Letzterer ist auch internationaler Zuchtschaurichter. Gemeinsam leiten sie auf ihrem Zechiner Grundstück die Landesstelle vom internationalen Hundeverein, züchten dort die Weißen Schweizer Schäferhunde.
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"Tatkräftig unterstützt haben uns wieder Jugendliche des Vereins Wendepunkt der Stiftung Lobetal", so Cheforganisator Steffen Seemann. "Sie halfen beim Aufbau, Abbau und bei der Versorgung der Teilnehmer sowie der Besucher. Dafür ein herzliches Danke." Mitmachen konnte jeder. Der Hund muss gesund und gechipt sein sowie einen gültigen Impfausweis nachweisen.
Die Resonanz mit 105 Ausstellern war wieder groß. 30 unterschiedliche Rassen traten an, unter ihnen der Kleinste, ein Zwergspitz, und der Größte, ein Cane Corso Italiano. Nach der Registrierung gab es für jeden Teilnehmer eine Startnummer. Mit dieser ging es zu den Ringrichtern in den angenehm temperierten Katakomben. Geprüft wurden die geduldigen Tiere auf ihren Rassestandard, Aussehen, Allgemeinzustand, Zahnstatus und zum Verhalten zwischen Halter und Tier. Dafür gab es im Ring eine Zeitvorgabe von fünf Minuten, bei der es um die Qualifizierung für den Endausscheid ging. Günther und Sieglinde Hunger aus Zaue am Schwielochsee waren zum ersten Mal bei dieser Veranstaltung mit dabei. "Hier sind sehr gute Bedingungen für die Hunde, einfach genial. Außerdem trifft man viele Bekannte und kann sich bestens austauschen. Für unseren vierjährigen Rauhaardackel ,Scotty von Fürstenwalde´ haben wir eine vorzügliche Bewertung vom Richter Jan Polkowski erhalten und sind damit für den Endausscheid qualifiziert" freute sich Günther Hunger.
Für die in der Überzahl rund 50 Schäferhunde gab es im Außenbereich die Bewertungen. Bei Rassesonderwettbewerben, Juniorhandling und Zuchttauglichkeitsprüfungen wurden die Besten ermittelt, doch der immer wieder einsetzende Regen brachte den straffen Zeitplan ins Wanken.
Zu guter Letzt erhielten alle Aussteller, Helfer, Mitstreiter und auch die Zuchtschaurichter einen Teilnehmerpokal. Die Sieger nahmen Medaillen, Urkunden und mit Namen eingravierte Pokale entgegen.
Der Präsident der International Dog Assoziation, Heiko Anton, bedankte sich bei den Geschäftsstellenleitern Andreas und Steffen Seemann der Landesgeschäftsstelle Berlin/Brandenburg des Internationalen Hundevereins für die Organisation und das große Engagement dieser internationalen Ausstellung. Er würdigte sie mit einer Urkunde. Für das nächste Jahr steht der Termin noch nicht fest, aber es findet wieder im historischen Fort Gorgast statt.
Seemann betonte: "Jeder, der Hunde übernimmt oder sogar züchten will, übernimmt damit auch eine hohe Verantwortung." Auf die werde innerhalb des Internationalen Hunde-Verbandes großer Wert gelegt. Das Motto des Vereins lautet: "Es zählt das Tier, nicht das Papier!". Das bedeutet, dass im Vordergrund das Tierwohl steht und nicht der Züchtungserfolg.
Ergebnisse: 1. Platz als bester Nachwuchs "Axel" Anton von den Vogtlandbulls (Fam. Filipzik)
2. Platz bester Nachwuchs "Penelope" von der Zuchtstätte für Weiße Schweizer Schäferhunde
"vom Sydower Fließ" (Fam. Seemann). Der Vereinssieger des Tages war Familie Ender mit dem Miniature Bullterrier "Esra of Loyal Buddies".