Stete Aus- und Weiterbildung, Instandhaltung der Technik, das Vorbereitetsein auf neue Herausforderungen wie den Digitalfunk und eine gute Jugendarbeit - das gehört zu Voraussetzungen, um eine einsatzfähige zuverlässige Ortsfeuerwehr zu haben. Nicht nur der dicht besetzte Beratungsraum der Eggersdorfer Freiwilligen Feuerwehr zeugte am Freitag zur Jahreshauptversammlung davon, sondern ebenso der Bericht von Ortswehrführer Ralf Gastegger und vielfaches Lob aus berufenem Gäste-Mund.
Die Eggersdorfer Wehr besitzt mit einem Durchschnittsalter von 31,2 Jahren eine recht junge Truppe. Schon 2013 konnten acht neue Kameraden aufgenommen werden und 2014 weitere, darunter zwei aus der Jugendfeuerwehr, konstatierte Gastegger. Nicht zuletzt ist das der Arbeit von Jugendwart Stephan Zieseniß zu verdanken, der nach elf Jahren Ende 2014 den Staffelstab zurückgab und letztmals Bericht erstattete.
Auf durchschnittlich 135 Stunden kommt jeder Eggersdorfer Feuerwehrmann allein für Aus- und Weiterbildung sowie Instandhaltung von Technik und Gerätehaus im Jahr, wozu auch der 2014 neu eingeführte freiwillige sonntägliche Dienstsport gehört. Aber auch das 14-tägige Reinigen des Hauses in Eigenregie, Fensterputzen oder Malern der Fassade sind hervorhebenswert. Das so eingesparte Geld wurde schließlich für das Anschaffen von Schränken und Einsatzbekleidung verwendet, um die zahlreichen Neuzugänge versorgen zu können.
Überdies waren im vergangenen Jahr 80 Einsätze - 28 Brände, 51 Hilfeleistungen - abzusichern (79 Einsätze 2013), was etwa dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 72 Einsätzen entspricht. 1140 Stunden verbrachten die Eggersdorfer Feuerwehrleute dabei. Die meisten Einsätze dauerten zwar nur bis zu 50 Minuten, doch ohne das Anrücken der Kameraden hätte vieles anders ausgesehen. Gab es doch rund 30 Prozent Brandalarmierungen mehr als 2013.
Der Lagerhallenbrand vom Januar 2014 oder der Feldbrand bei Buchholz im Juli dürften diesen Rahmen überdies gesprengt haben und den Kameraden noch lange im Gedächtnis bleiben. Insgesamt 540 Stunden mit nachfolgender Sicherung und Überwachung forderte der Brand der Lagerhalle mit mehr als 500 Heu- und Strohballen; dazu 1000 Liter Schaumbildner und mehrere 100 000 Liter Wasser.
Mit einer Einsatzstärke von 12,4 Aktiven habe man sich weiter verbessert, resümierte Ralf Gastegger zudem. Darunter hob er besonders Pascal Herrmann und René Beckers mit je 63 Einsätzen hervor, wenngleich Dank und Lob auch vielen anderen galt. Beispielsweise Hardi Gastegger, der mit einem Petershagener Kameraden unverzichtbar war bei der Vorbereitung der Fahrzeuge auf Digitalfunk ab 2015. Ohne Michael Kleine würde der jetzt noch nötige analoge Verkehr mit der Leitstelle indes nicht funktionieren.
Nicht zu vergessen die finanziellen Voraussetzungen, für die die Gemeinde zu sorgen hat. Von Personal bis Technik, von Funkgerät bis neuem Vorausfahrzeug, waren das 176 500 Euro, wofür Gastegger dankte. Für Zuverlässigkeit, Einsatz und Sicherheitsgefühl hingegen dankten Bürgermeister Olaf Borchardt, Ordnungsamtsleiter Johannes Kliegel und Revierpolizist Thorsten Kühnel. Für Gemeindebrandmeister Marco Rutter ebenso Grund, die Entwicklung in Eggersdorf zu loben.