Er würde sich im Falle der Fälle unbedingt in die Rüdersdorfer Klinik einweisen lassen, sagt überzeugt Frank Oppermann, der Qualitätsmanager der Immanuel Klinik. Und das nicht nur wegen der "hervorragenden Ärzte und Möglichkeiten", sondern auch, weil in der Einrichtung Teamgeist und Fürsorge groß geschrieben werden. Das würden die Patienten spüren und honorieren. Und nun steht es auch als Ergebnis einer großen Patientenbefragung schwarz auf weiß fest. Die Immanuel Klinik gehört in Bezug auf Patientenzufriedenheit zu den besten Kliniken.
Seit 2008 werden alle zwei Jahre rund 1000 ehemalige Patienten, nachdem sie das Krankenhaus bereits wieder verlassen haben, angeschrieben und um ihre Meinung befragt. Alle Fachbereiche werden unter die Lupe genommen. Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu bekommen, wurden für jede Abteilung - Chirurgie, Innere, Neurologie, Gynäkologie - je 200 Patienten angeschrieben. Bei der Pädiatrie richteten sich die Fragen an die Erwachsenen und bei der Geburtshilfe an die jungen Eltern.
Mehr als 70 Fragen waren zu beantworten. Im vorigen Jahr haben 524 der Angeschriebenen die Bögen ausgefüllt an das von der Klinik beauftragte unabhängige Institut, das sich auf solche Untersuchungen spezialisiert hat, gesandt. Dort wurden sämtliche Antworten gründlich ausgewertet und nun liegt das Ergebnis vor.
"Es geht uns dabei nicht um einen Wettbewerb der einzelnen Abteilungen untereinander", sagt Frank Oppermann. Sondern darum, zu erkennen, wo es Verbesserungsmöglichkeiten gebe. Und so zeigen die Auswertungen in erster Linie nicht nur all die positiven Ergebnisse auf, sondern weisen auf Reserven oder Tendenzen hin.
Hauptaugenmerk wurde auf die dezidierten Antworten zu den Fragen gerichtet, die sich mit der Behandlung und Betreuung beschäftigten. Aber auch damit, ob der Patient die Klinik an Verwandte oder Freunde weiterempfehlen würde. 96,4 Prozent würden das tun, kam heraus und 95 Prozent der Befragten empfanden Behandlung und Betreuung während ihres Aufenthaltes als gut, sehr gut bis ausgezeichnet. Solche Einschätzungen bekommen weniger als 25 Prozent der untersuchten Kliniken.
Die Anerkennung der Arbeit auf diese Weise sei aber nur eine Seite der Medaille, weiß man in der Klinik. "Es geht aber immer noch ein bisschen besser", sagt der Qualitätsmanager. Und so habe man sehr aufmerksam verfolgt, welche Dinge noch nicht optimal seien, um die Patientenzufriedenheit weiter zu verbessern. "Dafür finden sich immer Ansatzpunkte." Aber man verzeichne seit Beginn der Befragung stetige Fortschritte.
Neben der großen Umfrage arbeite man in der Klinik täglich an der Qualitätsverbesserung. So bekäme jeder Patient bei seiner Aufnahme eine Karte, auf der er seine Meinung darstellen könne. Mit einem Ticketsystem wird gearbeitet, um auftretende Mängel rasch abstellen zu können. Das "Beschwerdemanagement" sei der kurze Weg, etwas zu verbessern, heißt es in Rüdersdorf. Mehrere Hundert Karten würden dafür jährlich ausgewertet. Da gehe es um alle Aspekte - von Zimmerausstattung bis Erlebnisse des Patienten, von der Aufnahme bis zur Entlassung.