"Was da in Strausberg an zehn Tagen auf die Beine gestellt worden ist, war eine tolle Leistung." Barbara Wunderlich gerät richtig ins Schwärmen, wenn sie über die Festwoche spricht. Sie habe es leider nicht geschafft, an alle Veranstaltungen teilzunehmen, bedauerte am Montag die Strausbergerin: "Hochachtung vor den Organisatoren und Mitwirkenden", lobte sie bei einer spontanen Befragung auf der Großen Straße.
Gerda Klein sieht das ähnlich. Die Eggersdorferin war vor allem vom Lichterfest und dem Festumzug sehr angetan. "Dass die Strausberger so etwas auf die Beine stellen können, hätte ich nicht gedacht", gibt sie zu.
Das sagt auch Rainer Wollitz. Der Rüdersdorfer fand zudem die Idee mit dem Marathonlauf vom Strausberger Platz "sehr pfiffig", vergnügte sich ausgiebig auf dem Flugplatzfest. "Für das Wetter kann ja niemand", setzte er hinzu.
Viel Lob kam auch aus den Reihen der Stadtverordnetenversammlung. Für die CDU-Fraktion waren es "zehn wunderbare Tage mit vielen Attraktionen".Gerade das Festwochenende mit dem Lichterfest und dem Festumzug sowie dem Flugplatzfest seien ein krönender Abschluss gewesen, erklärte Fraktionschef Daniel Krebs. Die CDU hoffe, "dass wir derartige Feierlichkeiten nicht erst wieder zum 800-jährigen Jubiläum erleben werden".
Regelrecht begeistert zeigte sich Nick Reinking (SPD) "Das war super-toll", lobte er. Viele Strausberger hätten ihm versichert, so etwas in ihrer Stadt noch nicht erlebt zu haben.
Wolfgang Winkelmann (UfW) sprach von einem "hervorragenden Angebot" und ergänzte: "Alle Tage wird man ja auch nicht 775 Jahre." Einzig das Wetter habe bei manchen Veranstaltungen nicht mitgespielt.
Für Jens Knoblich (Fraktion grün liberal, bürgernah) hat "alles gestimmt". Bei der Vielzahl der Veranstaltungen habe man gar nicht alle besuchen können.
Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten kam von Bürgermeisterin Elke Stadeler. Angesichts der vielen Freiwilligen sei sie überzeugt gewesen, "dass es gut laufen wird". Im Nachhinein könne man von einer "rundum gelungenen Geburtstagsparty" sprechen.
Nicht ganz so begeistert zeigte sich Ronny Kühn von der Linksfraktion. Die Veranstaltungen seien insgesamt "nett" gewesen, formulierte er. Alle ehrenamtlichen Akteure könnten sich "auf die Schulter klopfen", da sie eine Menge geleistet hätten.
MOZ-Leser Manfred Gröger würdigte den Festumzug am Sonnabend zwar als "sehr, sehr schönen Höhepunkt". Der Gielsdorfer hatte allerdings die Darstellung Strausbergs als Garnisionstadt vermisst und sprach konkret eine "würdige Darstellung" der Nationalen Volksarmee und der Bundeswehr an.
André Nicke, Regisseur und Moderator des Festumzugs, erklärte dazu, der Verband zur Pflege der Tradition der NVA und der Grenztruppen der DDR habe seine Teilnahme leider vor vier Wochen abgesagt. Und die Bundeswehr hatte angesichts befürchteter Zwischenfälle nie eine Zusage gegeben.