Selbst gebackene Kekse, spezielle Konfitüren, gebrannte Mandeln, geräucherter Schinken, Aal oder Hecht in Aspik – all das sind doch echte Leckereien, vor allem im Advent. Im Handelscentrum auf dem Parkplatz nahe dem Eingang zu Medimax, am Stand von Franziska Kersten aus Rathstock bei Manschnow, gibt es all das und mehr. Und noch dazu eine Portion guter Laune. Die braucht es in dieser Corona-Zeit, in der die Kleinstunternehmen kaum Möglichkeiten haben, ihre Produkte an den Mann oder die Frau zu bringen.

Danke für die Buden

„Wir haben uns überlegt, was wir in der gegenwärtigen, schwierigen Situation tun können“, sagt Geschäftsführer Andreas Jonas von der Stic Wirtschaftsfördergesellschaft. Schließlich verbieten die Corona-Pandemie-Einschränkungen den seit 2013 beim Publikum und den Unternehmern beliebten Adventsmarkt im Stic Strausberg. Nun sei man dem Handelscentrum und der Stadt Strausberg sehr dankbar, dass hier die Möglichkeit eines kleinen Adventsmarktes geboten wurde. „Natürlich unter den Geboten des Coronaschutzes“, sagt Jonas. Und er freue sich besonders darüber, dass die Stadt zwei Marktbuden für die Händler aus der Region zur Verfügung gestellt habe. „Die Besetzung unseres Weihnachtsmarktes ist so gestaltet, dass es täglich wechselnde Angebote gibt – genau wie bei einem Adventskalender, es ist immer wieder was Neues zu entdecken und wird zum Kauf präsentiert“, erklärt Constanze Schütt, im Stic für die Regionale Netzwerkarbeit zuständig, das Prinzip. So lohne sich der Besuch durch die Kunden durchaus des öfteren bis zum 22. Dezember. „Und vor allem gibt es bei uns täglich, auch sonntags, von 10 bis 18 Uhr, Produkte aus der Region, die man nicht im Internet, nicht bei Amazon oder Ebay, finden wird“, sagt Andreas Jonas. Den Anfang zur Eröffnung am Dienstag machten Franziska Kersten und Janina Langner.
Familie Kersten betreibt in Rathstock die Gärtnerei „Querbeet“. „Wir bauen auf rund 10 000 Quadratmetern unter Glas Gemüse an“, sagt Franziska Kersten. Im Familienbetrieb packen auch die drei Söhne schon tüchtig mit an. Mitgebracht hat sie aber auch Produkte von ihren Schlachtschweinen – ganz frisch aus der Räucherei! Sie kommt mit ihren Angeboten noch einmal am 12. und am 17. Dezember nach Strausberg.

Handgemacht ohne Scheibe

Das ganze Jahr über ist Janina Langner mit ihrer „Knopp Topp-Keramik“ üblicherweise immer auf regionalen Handwerkermärkten bis rauf an die Ostsee unterwegs. Damit war in diesem Jahr nichts. Umso mehr freut sich die Reichenowerin, dass sie in Strausberg am kleinen Stic-Adventsmarkt teilnehmen kann. Und so packt sie ihre handgefertigten Tassen, Becher und Blüten aus, die schnell Freunde finden. Alles Stücke sind handgetöpfert, frei aufgebaut – ohne Drehscheibe, daher immer ein Unikat. „Die Quarantänezeit hat uns kleinen Selbstständigen schon jetzt ganz schön zugesetzt“, sagt sie. Ihre kunsthandwerklichen Produkte bietet sie heute und am 10. Dezember noch einmal an.
„Wir haben unseren kleinen regionalen Anbietermarkt darüber hinaus so vorbereitet, dass zu jedem einzelnen Händler auf unserer Seite im Internet noch einiges mehr zu erfahren ist. Dazu gehören auch Firmenporträts“, sagt Constanze Schütt und verweist auf die Adresse www.stic.de.