Zunächst sollte nur eine kleinere Fläche bebaut werden, was aber aufgrund von Altlasten auf dem Areal für Investoren nicht wirtschaftlich wäre. Bei der Suche nach Flächen, auf denen Probleme des Doppeldorfs bei der Versorgung mit Wohnraum gerade für Ältere und Junge gelöst werden könnten, habe sich die alte Gärtnerei als geeignetster Standort herauskristallisiert, erläuterten Bürgermeister Marco Rutter und Bauamtsleiterin Carmen Schiene am Donnerstagabend bei einer Bürgerversammlung zu dem Projekt. Rund 80 Zuhörer kamen, um erste Vorstellungen der Planer zu hören und Hinweise vorzubringen.
Architekt Roger Bach aus Berlin präsentierte einen städtebaulichen Entwurf, der drei sogenannte Torhäuser und sechs Mehrfamilienhäuser mit je drei Geschossen und insgesamt etwa 130 Wohnungen, 26 Reihen- und 18 Doppelhäuser (zweigeschossig) sowie 32 Einfamilienhäuser vorsieht. Höhe und Dichte nehmen von der Landsberger Straße Richtung Feld ab. Zwei L-Bauten in der Nähe des Hasenwegs sollen eine Pflegeeinrichtung sowie ein Service-Wohnen für Senioren aufnehmen, ein weiterer etwa in der Mitte des Gebiets eine Kita. Der Standort könne aber näher zu den Senioreneinrichtungen rücken, um Synergien beispielsweise für die Mittagsversorgung zu nutzen, hieß es.
Der Alleebaumbestand an der Landsberger Straße soll erhalten werden und als Schallschutz fungieren, zudem würden die ersten Gebäude in etwa 20 Metern Abstand zur Straße platziert. Die größeren Häuser vorn sollen die Bebauung dahinter sowie Spiel- und Aufenthaltsflächen  – etwa den angerartigen Platz bei den Reihenhäusern, auf dem Feste und Märkte stattfinden könnten – ebenfalls vom Straßenlärm abschirmen. Erhalten würden zudem markante Grünbereiche am Lakgraben, im Mittelteil sowie nahe Hasen-/Igelweg. Durch einen öffentlichen "Landschaftspark" mit Wegen und Teichen soll der Übergang vom Wohngebiet zum Feld gestaltet werden. Niederschlagswasser soll auch bei Starkregen weitgehend auf dem Gelände bleiben und versickern.
Deutlich gemacht wurde, dass eine Verkehrserschließung ausschließlich über die Landsberger Straße auf jeden Fall so lange nicht funktioniert, wie der Knoten mit Petershagener Chaussee/Wilhelm-/Mühlenstraße nicht optimiert ist. Dazu liefen parallel Abstimmungen mit dem Landesbetrieb Straßenwesen. Zunächst ist eine Verbindung zum Hasenweg vorgesehen, die aber für Durchgangsverkehr unattraktiv gemacht werden soll und später wieder gekappt werden könnte, sagte der Bürgermeister. Verkehrsplaner, die im weiteren Verfahren Gutachten erstellen, sollten verschiedene Varianten vorschlagen, sagte Carmen Schiene.
Eine "große Herausforderung" sieht Planerin Katja Kruse in Naturschutzfragen. In dem Gebiet lebten derzeit viele Vögel, Reptilien, Amphibien und Fledermäuse, müsse Erhalt bzw. Ersatz für Tiere und Pflanzen gesichert werden. Die Wasserversorgung sei hingegen kein Problem, versicherte Rutter auf Nachfrage von  Bürgern, die schon jetzt über schwachen Druck berichteten.
Zum Zeithorizont äußerte sich Andreas Schmidt vom Vorhabenträger Prexxot GmbH aufgrund von "Unwägbarkeiten" vorsichtig. "Wie wollten nach dem Kauf 2017 schon weiter sein", sagte er. Er hoffe, dass das Bebauungsplanverfahren Ende 2021 abgeschlossen und 2022 mit der Erschließung begonnen werden könne. 2025 sollten "große Teile" zu sehen sein, so sein Wunsch.
Die Pläne für die "frühzeitige Bürgerbeteiligung" können noch bis 28. August im Bauamt eingesehen und Hinweise gegeben werden. Auch auf der Internetseite der Gemeinde sind Unterlagen zu finden.