Der sinkende Wasserpegel des Straussees hat einen ganz neuen Sandstrand hervorgebracht und besorgte Bürger von jenseits des Sees nachdenklich gemacht: "Aus der Vergangenheit sind ja Munitionsfunde im und am See bekannt. Wie sieht die Eigentümerin Stadt die mögliche Gefahr, die durch den Wasserrückgang für spielende Kinder entsteht?", wandte sich ein MOZ-Leser an die Lokalredaktion.
Rathaussprecherin Caroline Haitsch-Berg verweist darauf, dass Kampfmittelräumungen immer zu Lasten des Landes Brandenburg stattfinden: "Den gesamten Uferbereich prophylaktisch absuchen zu lassen, würde sehr hohe Kosten verursachen, die dem Land gegenüber nicht zu rechtfertigen wären." Denn oftmals werde nicht nur an Land, sondern auch zu Wasser gesucht. Daher wird der Kampfmittelbeseitigungsdienst nur seitens der Ordnungsbehörde zur Kampfmittelräumung angefordert, wenn Mitteilungen durch Bürger bezüglich etwaiger Munitionsfunde erfolgen.
"Gehen bei uns oder der Polizei solche Meldungen ein, werden der Fundort umgehend aufgesucht und die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet, etwa eine Absperrung mit dem Hinweis auf eine Gefahrenstelle." Die Bereiche der abzusuchenden Fundstelle durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst erstrecken sich zum Teil über mehrere Hundert Quadratmeter. Zuletzt erfolgte am 8. Oktober 2019 eine Kampfmittelberäumung am Uferwanderweg.