Die Stadtwerke Strausberg lassen derzeit die alte Fernwärmetrasse zwischen dem Wohngebiet Hegermühle und dem Anschluss an die Netze Strausberg-Stadt/ -Nord abreißen. Mit der Erweiterung des Heizwerks Mitte zum Blockheizkraftwerk im vergangenen Jahr wurde die etwa zweieinhalb Kilometer lange oberirdische Fernwärmeleitung aus den 1980er-Jahren entlang der S-Bahn-Gleise überflüssig.
Direkt nach Ostern haben die Abrissarbeiten am Trassenende am Heizwerk Mitte begonnen. Mittlerweile ist die Hegermühlenstraße bereits passiert und damit sei mehr als die Hälfte der Rohrkilometer schon abgebaut. Ende Mai soll alles fertig sein.
Stück für Stück tasten sich die Arbeiter voran. Mit einem Spezialgreifer wird das Rohr in transportfähige Abschnitte geschnitten. Die Rohrstücke werden einzeln in Folie verpackt, um Mensch und Umwelt zu schonen, denn die in den Ummantelungen seinerzeit verbaute Isolierwolle enthält Staubpartikel, die möglichst nicht in größeren Mengen eingeatmet werden sollten. Das Material wird in Container verladen und abtransportiert. In einer Müncheberger Halle würden die Rohrstücke dann wieder ausgepackt, in die verschiedenen Abfallbestandteile zerlegt und ordnungsgemäß entsorgt, so Unternehmenssprecherin Gesa Reschke.
Dort, wo die Rohre entlangführten, wird der Boden geglättet und wieder der Natur bzw. den Grundstückseigentümern überlassen. Nach Angaben von Gesa Reschke stellen die Stadtwerke für den „Rückbau“ insgesamt rund 80 000 Euro bereit.
Alle Arbeiten seien mit S-Bahn, Stadtforst und allen betroffenen Grundstückseigentümern im Vorfeld abgestimmt worden. Die meisten Grundstückseigner seien froh, dass die Leitung jetzt endlich verschwindet. An einigen Stellen war sie beliebter Angriffspunkt für Sprayer. Die Rohrbrücke, die die S-Bahn-Gleise im Bereich hinter der Herrenseeallee kreuzt, bleibt vorerst noch stehen.