Es ist ein Grundsatzbeschluss, den die Vertreter der Kommunen Buckow, Rehfelde, Oberbarnim, Waldsieversdorf und Garzau-Garzin im Amt Märkische Schweiz am Mittwoch mehrheitlich gefasst haben. Er gibt Amtsdirektor Marco Böttche die Richtung vor, um eine noch engere Verwaltungskooperation mit der Stadt Müncheberg einzugehen.
Voraussetzungen zur Bildung einer gemeinsamen Verwaltungseinheit mit Müncheberg schaffen, heißt es dazu im Beschluss, und regelmäßig den Amtsausschuss über den Gang der Dinge informieren. Das Gesetz über die kommunale Gemeinschaftsarbeit im Land Brandenburg ist dafür die Grundlage.
Denn noch ist es nicht soweit, dass der Entwurf des Leitbildes zur "Verwaltungsstrukturreform 2019" des Landes Brandenburg die fünf amtsangehörigen Gemeinden zu Aktionen zwingt. Doch vorbereitet sein will man schon, wenn der Fall eintritt. Außerdem möchte die Gemeinde Märkische Höhe (knapp 700 Bürger, derzeit Amt Neuhardenberg) ab 1. Januar 2018 ins Amt Märkische Schweiz.
Bislang orientiert der Leitbild-Entwurf auf Verwaltungseinheiten mit mehr als 12 000 Einwohnern im Berliner Umland und mindestens 8000 Bürgern im sogenannten weiteren Metropolen-Raum. Das Amt Märkische Schweiz (etwa 9200 Einwohner) müsste daher keine besondere Eile an den Tag legen.
Seit geraumer Zeit indes wird sowohl vom Verwaltungssitz in Buckow als auch in Münchebergdie interkommunale Zusammenarbeit forciert, wovon man sich auch künftig viel verspreche, sagte Amtsdirektor Marco Böttche zur Sitzung. So sei man gemeinsam im Bereich Rechnungsprüfungswesen aktiv. Bei der Vollstreckung ist Buckow gemäß Verwaltungsvereinbarung für Müncheberg mit tätig und "Müncheberg half uns beim Standesamt aus".
Vorstellbar sei diese Zusammenarbeit auch in den Bereichen Datenschutz, Vergabewesen, IT oder Tourismusinformation. Denn dort seien zumeist Einzelkämpfer tätig. Bei Krankheit und Ausfall bleibe die Arbeit liegen. Über ein "Signal des Amtsausschusses" wäre die Verwaltung daher froh, so Böttche.
Amtsausschussvorsitzender Reiner Donath erinnerte in dem Zusammenhang an die bisher vertretene Position des Gremiums, das Amtsgemeindemodell beizubehalten, obwohl der Leitbildentwurf die Einheitsgemeinde favorisiert. Demnach müsste Müncheberg (6800 Einwohner) dem Amt beitreten. Doch noch sei alles offen.
Auf Strausberg angesprochen, meinte Böttche, sei man zwar 2015 im Gespräch gewesen, habe auch gemeinsam Förderanträge gestellt und besitze gutnachbarliche Beziehungen. Doch sei mit Blick auf Einwohner und Mitbestimmungsrechte in einer Einheitsgemeinde diese Richtung "schwer vorstellbar".