Diese Sicht teilt Holger Zeiger, Initiator der Online-Petition. 25 Jahre nach dem Mauerfall könne es nicht sein, dass ein Grenzsoldat durch einen Straßennamen "geehrt" werde, der 1962 in Berlin mehrmals auf einen flüchtenden 14-Jährigen geschossen und ihn schwer verletzt hat.
Die Petition tut sich allerdings schwer. Bislang haben sich gut 60 Unterstützer eingetragen, etwas mehr als die Hälfte von ihnen kommt aus Strausberg. Der Name von Horst Fröhlich fehlt bislang noch, aber nur, weil der über 80-Jährige nicht so fit am Computer ist. Er stehe voll hinter dem Anliegen, sagte der frühere Stadtverordnete der MOZ. Er hatte vor einigen Jahren den letzten Versuch gestartet, eine Straße umzubenennen: den Otto-Grotewohl-Ring. Fröhlich hat eigens ein Schreiben der damaligen Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung wieder herausgesucht. Darin korrigiert sie ihre Auskunft, es gebe einen Beschluss, dass es keine Umbenennungen geben solle. Solch ein Papier gebe es nicht, teilt sie mit.
Linken-Fraktionschef Ronny Kühn hat zumindest von dem Namensvorschlag gehört. Noch habe man darüber aber nicht gesprochen. SPD-Ortschef Nick Reinking kannte die Idee noch nicht.
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