Die Arbeitslosigkeit im Bereich der Geschäftsstelle Strausberg der Agentur für Arbeit ist entsprechend dem allgemeinen Trend von Juli auf August um 104 auf 3457 Personen gesunken. Darüber informierte die Agentur am Dienstag. Es sind jetzt aber 664 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt Ende August 4,7 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 3,9 Prozent. Während die Quote im gesamten Bezirk der Agentur Frankfurt (Oder) bei 6,8 Prozent liegt, schneidet der Randberliner Bereich gewohnt überdurchschnittlich gut ab.
Dem Frankfurter Agentur-Chef Jochem Freyer treibt vor allem der Ausbildungsmarkt Sorgenfalten auf die Stirn: „Das neue Ausbildungsjahr hat begonnen und trotzdem stehen zu viele Schulabgänger noch ohne Plan und Perspektive da. Durch den eingeschränkten Regelbetrieb an Schulen und ausgefallene Sprechstunden der Berufsberatung im Frühjahr ist der Berufswahlprozess bei vielen Jugendlichen zum Erliegen gekommen. Es fehlt an Orientierung, auch weil digitale Angebote das persönliche Gespräch mit der Berufsberatung ergänzen, aber nicht ersetzen können.“

Blick auf Unternehmen

Der stellvertretende Geschäftsführer des Jobcenters Märkisch-Oderland, Frank Mahlkow, bestätigt: „Wir richten unser Augenmerk jetzt darauf, wie wir die Menschen für die Zukunft qualifizieren und fit machen können. Dabei blicken wir natürlich auf die Personalbedarfe, die sich aus Unternehmensansiedlungen in der Stadt und im regionalen Umfeld ergeben. Dafür stehen ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung.“
Unter den gefragtesten Berufen bei den offenen Stellen rangieren die Fachkräfte für die Wartung von Eisenbahninfrastruktur sowie Büro und Sekretariat ganz vorn. Objekt-, Werte- und Personenschutz- sowie Verkaufs- und Altenpflege-Fachkräfte sind ebenfalls stark nachgefragt. Bei den Helfern sind es die Zusteller und die Altenpfleger.