Wenn Sigmund Jähn zu Veranstaltungen eingeladen wird, kann man von regem Interesse ausgehen. Das war am Sonnabend im Fontane-Gymnasium nicht anders. Die Fachkonferenz und der Förderverein hatten aus Anlass des Tages der Astronomie den ersten Deutschen im All eingeladen. An die 80 Besucher freuten sich, dass sie auf dem überfüllten Dachboden dabei sein durften.
Wie Achim Fiebig vom Förderverein des Gymnasiums mitteilte, berichtete Jähn  über die wichtigsten Etappen der bemannten Raumfahrt  und die Vorbereitung im Sternenstädtchen bei Moskau auf seinen eigenen Raumflug. Jähn (Jahrgang 1937) war am 26. August 1978 mit Waleri Bykowski in der mit Sojus 31 zur sowjetischen Raumstation Saljut 6 geflogen und verbrachte dort gut eine Woche.
„Sehr interessant und aufschlussreich“ habe Jähn über sein Wirken nach dem Flug berichtet, so Fiebig. Jähn hatte zu den letzten Generalen gehört, die 1990 aus der NVA entlassen worden waren. Im Anschluss hatte er im russischen Kosmonautenausbildungszentrum als freier Berater  des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gearbeitet. Seit 1993 dann auch für die Europäische Weltraumorganisation ESA. Der Gast, der zum Schluss noch zahlreiche seiner Bücher signierte, habe die Besucher einmal mehr durch sein fundiertes Fachwissen, seine eindeutige Position zur friedlichen Nutzung der Raketen- und Weltraumfoschung sowie durch sein  „sympathisches und natürliches Auftreten“ beeindruckt. Moderiert hatten die Diskussion  die Gymnasiasten Anne Hochhuth und Paula Siebert. (dkz)