Fast schon typisch für den FC Strausberg in dieser Saison. Er kam wieder nur schwer ins Spiel. Die Strausberger schoben sich den Ball gegenseitig zu und ließen Ideen im Angriffsspiel vermissen. Deutlich war das Fehlen von Martin Wunderlich und Sirko Neumann im Strausberger Mittelfeld zu spüren.
Die besseren Chancen im ersten Durchgang hatten die Berliner. FCS_Torhüter Christopher Ewest musste nach einem Konter gegen den Berliner Thomas Brechler schon sein ganzes Können aufbieten. Glück hatte er, als erneut Brechler nach Flanke des wieselflinken Mehmet Aydin in der Strafraummitte zum Kopfball kam. Der Ball pfiff nur Zentimeter über die Strausberger Querlatte. Lichtenbergs Trainer Daniel Dejanovic sagte später: "Mit der ersten Halbzeit bin ich zufrieden. Wir waren sehr präsent auf dem Platz und hatten mehr Spielanteile. Kompliment aber an Strausberg. Unser Gegner hat immer wieder die Räume sehr eng gemacht."
Der FC Strausberg kam mit viel Schwung aus der Kabine und begann den zweiten Durchgang so, wie man ihn bisher auch kannte. Strausberg spielte schnell und griff sehr früh an. Aber mitten in diese gute Phase der Gastgeber fiel der Führungstreffer der Berliner. Ein schöner Pass von Marian Felix Polster auf Aydin, alles auf engsten Raum, und Ewest hatte keine Chance (52.).
Es folgten wütende Angriffe der Strausberger. Allerdings waren die in einigen Szenen nicht gut vorbereitet. Vieles sollte über den schnellen Sabin Yagermongo Koleo laufen. Die ganz große Gelegenheit hatte nach 69 Minuten Tobias Wolfram. Wieder ging es durch die Mitte diesmal allerdings mit genauen Zuspielen: Tim Bolte, der ein richtig gutes Spiel machte, bediente Alexander Rahmig, der wiederum auf Wolfram spielte. Allein vor dem herausstürzenden Berliner Torhüter Danny Kempter gelang es Wolfram nicht, den Ball ins Tor zu drücken.
Noch größer war die Einschussmöglichkeit für Rahmig. Nach einer scharfen Eingabe von Christopher Lichtnow verpasste der Strausberger zwei Meter vor dem Berliner Tor (83.).
Schließlich fiel kurz vor dem Ende der Partie doch noch der Ausgleich. Schiri Florian Markhoff bewies Mut, als er nach einem Foulspiel am Strausberger Daniel Anton im Lichtenberger Strafraum sofort auf den Punkt zeigte. Ringo Kretzschmar verwandelte sicher vor 292 Zuschauern in der Energie Arena."Wir haben vor allem in der zweiten Halbzeit durch viel Kampf uns diesen Punkt verdient", sagte Helmut Fritz.
FC Strausberg: Ewest - Mertins, Anton, Wenzel, Ilausky - Lichtnow, Yagremongo Koelo, Bolte, Wolfram (79. Wiesne) -- Rahmig, Kretzschmar
Schiesdrichter: Markhoff - Zuschauer 292