Vor wenigen Tagen hatte Neuenhagens und Hoppegartens früheres Ortsoberhaupt Klaus Ahrens seine einstigen Amtskollegen Hans Peter Thierfeld (Strausberg) und Wolfgang Thamm (Fredersdorf-Vogelsdorf) sowie Klaus Zehm (Müncheberg) in die 3500-Einwohner-Stadt Raguhn in der Nähe von Bitterfeld (Sachsen-Anhalt) eingeladen.
Ahrens wurde 1943 dort geboren, besuchte in dem Ort Grund- und Sekundarschule, damals Zentralschule. Es folgte eine Ausbildung zum Elektroinstallateur in einem Handwerksbetrieb, ab 1960 Tätigkeiten als Schaltanlagenmonteur im Elektrochemischen Kombinat Bitterfeld und in einer Handwerksgenossenschaft sowie Meisterschule im Abendstudium.
Auch im Bauhausmuseum
Mit der Armeezeit im Alter von 22 Jahren kehrte Ahrens seinem Geburtsort den Rücken, wurde nach dem Wehrdienst an der Ingenieurschule in Berlin-Lichtenberg angenommen, arbeitete beim VEB Wärmeanlagenbau, lernte in Berlin seine spätere Frau kennen und zog mit ihr 1976 nach Neuenhagen, wo das CDU-Mitglied 1990 zum Bürgermeister gewählt wurde. Das blieb er bis 2002, von 2004 bis 2011 leitete er die Verwaltung in Hoppegarten.
Mit seinen Amtskollegen a. D. sowie den Frauen besuchte Ahrens nun in der alten Heimat unter anderem die Heimatstube, den Irrgarten Altjeßnitz und seine ehemaligen Schulen. Zudem wurde die Gruppe vom aktuellen Ra-guhner Ortsbürgermeister Steffen Berkenbusch zu einem Gespräch empfangen, traf den ehemaligen Bürgermeister des Nachbarstädtchens Jeßnitz, mit dem Raguhn 2010 fusionierte, sowie einen Bäckermeister und ehemaligen Klassenkameraden von Ahrens. Und machte einen Abstecher zum Bauhausmuseum Dessau, das er als empfehlenswert einstufte,
"Wir waren sehr angetan vom guten Zustand der Stadt", berichtete der Neuenhagener Ehrenbürger nach der Rückkehr. Enttäuscht sei er allerdings gewesen, dass viele Handwerksbetriebe, die er aus seiner Jugend kannte, nicht mehr existieren.