In diesem Jahr investiert die Kommune rund 1,6 Millionen Euro in den Bereich Hoch- und Tiefbau. Zirka 228 000 Euro fließen in Unterhaltungsarbeiten. Diese Zahlen stellte Wolfgang Bohm, Sachgebietsleiter Bauverwaltung im Amt Märkische Schweiz, zur vergangenen Gemeindevertretersitzung an den Anfang seines Berichtes. Ermöglichen sie doch eine gewisse Einordnung der vielfältigen baulichen Maßnahmen, die 2017 vor der Gemeinde stehen.
Den größten Posten unter den Investitionen stellt der ersehnte Erweiterungsbau für die Kita "Fuchsbau" dar. Für den 18. April kündigte Wolfgang Bohm den Baubeginn an. Dafür rückte in dieser Woche bereits die Anlaufberatung mit den beteiligten Gewerken Dach, Rohbau, technische Gebäudeausrüstung/Elektro heran.
Geld steckt die Gemeinde auch in den zweiten Teilabschnitt der Goethestraße, wo der Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) zuvor noch im Trinkwasserbereich agiert. Nach Auftragsvergabe in diesem Monat solle dort im Juni, Juli die Arbeiten fortgesetzt werden, so der Sachgebietsleiter.
Im August hingegen will die Gemeinde mit den Arbeiten an Poststraße und Parkplatz neben dem Sportplatz beginnen. Ursprünglich war darauf gehofft worden, an der Einmündung in die Bahnhofstraße gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßenwesen bauen zu können. Doch es hätte keine Signale gegeben, dass dieser noch 2017 die Ortsdurchfahrt anfassen werde, sagte Bohm auf MOZ-Nachfrage. "So bauen wir allein."
Eine dringende Investition ist der Gehweg neben der Landesstraße in Rehfelde-Dorf. Die Planungen seien in Arbeit, sagte Bohm zur Sitzung, und Voraussetzung für das Installieren der Straßenbeleuchtung. Für den Bau wird das zweite Halbjahr ins Auge gefasst, wenn der Wasserverband die Arbeiten am Abwassersystem abgeschlossen hat. Letztere gehören zum langfristigen Auslaufen des Klärwerks Garzau.
Fortgesetzt wird 2017 die Sanierung im Schulbereich, natürlich erst während der Sommerferien. Sie betreffen Sockel und Regenentwässerung an der Turnhalle sowie Klassenräume und den mittleren Flur im Schulhaus. Zu den Brandschutzauflagen aus 2016 merkte Bohm auf Nachfrage an, dass die technische Abnahme inzwischen erfolgt sei, nur noch die Gesamtabnahme ausstehe.
In die Unterhaltung der Gemeindestraßen wandern rund 100 000 Euro. Dazu zählt eine effizientere Straßenbeleuchtung, wofür etwa ein Drittel der veranschlagten Summe fließt. Mit der Umstellung auf LED ist im Schlagweg (Herrensee) und an der Ortsdurchfahrt Zinndorf mit jeweils zehn Leuchten schon begonnen worden. Werder gehöre noch dazu, listete Bohm auf, aber auch die Schaltschränke würden passend ausgerüstet.
Weitere, im April beginnende Arbeiten hängen mit dem WSE zusammen, erläuterte Bohm und bezog sich dabei auf die kurzen Stichstraßen von Fichtenhag bis Eisenbahnstraße sowie die Trennung Schmutz- und Regenwasserabführung in der Schillerstraße. Überdies muss eine Umverlegung im Blumenweg erfolgen, da dieser teils über Privatland führt.
In die 90 000 Euro für den Bereich Grünanlagen/Baumpflege, führte Bohm aus, falle übrigens auch die einseitige Wiederbepflanzung der Goethestraße.