Werkleiterin Angela Friesse konnte in der zweigeschossigen Eingangshalle neben anderen Vertreter des Kreises, der Stadt und am Bau beteiligter Firmen begrüßen. Auch Bürgermeisterin Elke Stadeler war gekommen.
Landrat Gernot Schmidt verwies auf einen wichtigen Lückenschluss, da das "alte historische Klosterareal wieder an den Straßenzug angebunden" werde. Mit der Rekonstruktion des Katasteramtes und der restlichen Gestaltung der Außenanlagen am Verwaltungsstandort Strausberg werde in den nächsten Jahren "eines der wichtigsten Areale der Altstadt aktiviert". In dem Zusammenhang wollte er sich den Zusatz nicht verkneifen, dass Bauen in Strausberg "zutiefst von Diskussionen geprägt" sei, die "nicht am Ziel einer lebenswerten Innenstadt" orientiert seien. Der Landrat weiter: "Die wenigsten, die unseren Bau beurteilen", würden die Satzung der Stadt zum Bauen im Altstadtbereich lesen.
Und jene, die den EMO-Neubau lieber im Gewerbegebiet gesehen hätten, erinnerte Gernot Schmidt daran, dass die Bürger, die Leistungen der Verwaltung in Anspruch nehmen, auch zur Belebung der Innenstadt beitragen - "sei es nur ein Besuch in einem Café".
Dass der 1,8 Millionen Euro teure Neubau gerade in Seelow "kritisch betrachtet" wird, ist für Schmidt verständlich. Schließlich wisse die Seelower Kommunalpolitik, was sie am Wirken des Kreises in ihrer Stadt habe.
Der Landrat sprach von "wichtigen Investitionen", die der Kreis in diesem Jahr in Strausberg getätigt habe. Dabei nannte er unter anderem den Sportplatz am Marienberg, Baumaßnahmen am Krankenhaus Märkisch-Oderland und den weiteren Ausbau des Oberstufenzentrums Märkisch-Oderland. Zuletzt würdigte er EMO als einen der "leistungsfähigsten Entsorgungsbetriebe des Landes".
Sein Hinweis, die Mitarbeiter müssten auch "modern und gut untergebracht arbeiten können", ist am neuen Standort umgesetzt. In dem zweigeschossigen Gebäude sind auf einer Nutzfläche von 543 Quadratmetern für die 20 Mitarbeiter 17 Büroräume eingerichtet. Daneben gibt es die erforderlichen Beratungs-, Akten-, Technik- und Sanitärräume. Auffallend ist der Eingangsbereich mit seiner Stahl-Glas-Fassade.
Bevor die Gäste alles in Augenschein nahmen, überreichte Architekt Thorsten Schubert dem Landrat einen überdimensionalen Schlüssel aus Acrylglas. Der gab ihn sogleich weiter an Werkleiterin Angela Friesse.