Geboren im Januar 1878 als Sohn eines Textilfärberei-Besitzers hatte Schulz zunächst eine Offizierslaufbahn bei der Marine eingeschlagen. Dorothea Brunzel, Verwandte des Flugpioniers, beschrieb ihn als attraktiv und charismatisch. Flugversuche von Lilienthal und anderen begeisterten ihn, so dass er sich nach dem Ausscheiden aus der Marine 1912 der Fliegerei zuwandte. Im März 1913 bestand er seine praktische Flugprüfung, erhielt die "Flugzeugführererlaubnis" Nr. 367. Ein halbes Jahr später verunglückte er. Laut Horst Hörmann brachen bei Schulz' Maschine bei Tempo 150 in der Luft die Tragflächen. Allein 1913 gab es zwölf tödliche Unfälle und 150 "erhebliche Havarien", berichtete Peter Thalacker vom Verein.
Bürgermeisterin Elke Stadeler sieht in der Tafel eine Bereicherung des Museums und wünschte viele Besucher. Geschichte sei nie fertig, sagte sie. Fördervereinschef Horst Prommersberger regte an, eine Straße am Flugplatz nach Schulz zu benennen. Zudem habe man Kontakt zur EWE, um auch im Fischerkietz, dem Wohnort des Fliegers, an ihn zu erinnern.