So verabredeten es die 15 Teilnehmer der Sommerakademie auf ihrem öffentlichen Künstlerforum im Baufreundehaus Ritsch. Ausgangspunkt der Überlegungen war die Frage, inwieweit die Sommerakademie auf das Interesse der Strausberger Bürger stoße, wie groß die Verantwortung des Künstlers in der Gesellschaft überhaupt sei, seine Kunst den Menschen näher zu bringen. Geäußert wurde dabei auch der Wunsch, einen Weg zu suchen, wie sich die Teilnehmer bei den Strausberger Bürgern und Institutionen für die Unterstützung ihres Workshops bedanken könnten.
Überfordert sahen sich Organisator Wolfgang Suchardt wie auch künstlerischer Leiter Erich Sauer bei der Anregung, Strausberger Kindern einen Tag künstlerischer Betätigung unter Anleitung der Künstler zu ermöglichen: "Unser Programm ist so dicht gedrängt und unterliegt so engen materiellen Rahmenbedingungen, dass wir so etwas nicht sicherstellen können."
Erich Sauer, der sein großes nationales und internationales Renommee nicht zuletzt wesentlich daraus bezieht, mit seinen inhaltlich oft provokativen Kunstwerken keinen Kotau vor dem Massengeschmack zu machen und sich der Masse nicht anzubiedern, legte Wert darauf, sich stringent auf die künstlerische Arbeit zu konzentrieren. Er schloss die Anregung des Bildhauers Gustav Duden aber nicht aus, in der ersten Workshop-Woche einen Tag der offenen Tür einzuplanen.
Die Bildhauer-Sommerakademie ist grundsätzlich für Besucher offen. Am Mittwoch- und am Donnerstagabend (Kunstandacht) nahmen aber nur wenige Strausberger die Einladung zu den öffentlichen Veranstaltungen wahr. Eine weitere Gelegenheit ist an diesem Sonnabendabend, 19 Uhr, das Atelierfest im Camp auf dem Gelände der Stadtwerke mit der Family-Band Die Vanhillies. Am 22. August werden um 18 Uhr im Foyer der Stadtwerke die Preise verliehen und die entstandenen Werke ausgestellt.