Die Strausberger Boxunion hält seit einigen Jahren freundschaftliche Kontakte zum Frankenthaler Boxclub (Bundesverband Süd-West) und pflegt somit die Städtepartnerschaft zwischen Strausberg und Frankenthal auf sportlicher Ebene. Während die Frankenthaler Boxsportler anlässlich der 775-Jahr-Feier 2015 in Strausberg weilten, ging nunmehr eine Staffel der Strausberger Boxunion auf Reisen. Natürlich kam es auch zu sportlichen Vergleichen.
Im Namen der Stadtverwaltung Strausberg gratulierte der Vorstand der Boxunion den Verantwortlichen des 1. BC Frankenthal zu ihrem Jubiläum und überreichte Geschenke. Im Frankenthaler Boxring hatten Schützlinge vom Strausberger Trainerteam Jörg Runge, Andy Hunger sowie Bernd Hinz allerdings nicht vor, Geschenke zu verteilen. Das zeigte gleich im zweiten Kampf der Veranstaltung der jüngste Teilnehmer aus Strausberg, Zaurbek Satymbaev. Der auf Grund des Gewichtsunterschieds als Wettkampfsparring gewertete Kampf, war wieder einmal Werbung für die Zukunft im Boxsport. Sein Gegner brachte seinen Gewichtsvorteil (drei Kilogramm schwerer) mit harten Schlägen druckvoll zur Geltung. Zaurbek Satymbaev konnte die Angriffe zum großen Teil gut parieren und setzte seinerseits gezielte Treffer auf den Kopf und Körper seines Gegners. Ab der zweiten Runde agierte der kleine Strausberger immer sicherer, wobei mit einem besseren Distanzgefühl noch mehrere Aktionen möglich gewesen wären. Der gegnerische Trainer lobte ihn für seinen Kampf und bedankte sich dafür, dass sein Schützling auf einen ebenbürtigen Kontrahenten gestoßen ist.
Im neunten Kampf des Abends stand mit Luke Regenberg ein Strausberger Junior aus der Trainingsgruppe von Jörg Runge zum ersten Mal als Wettkampfboxer im Ring. Sein Gegner, Darion Susek aus Landau, musste gleich in der ersten Runde mehr harte Schläge von Regenberg kassieren, als ihm lieb war. Der Strausberger machte immer wieder Druck und erkämpfte sich damit zu Recht das einstimmige Siegerurteil des gut amtierenden Kampfgerichts. Erst in der dritten Runde musste der Neuling seinem hohen Anfangstempo etwas Tribut zollen. Zu den ersten Gratulanten gehörte Vater Mario, der voller Stolz auch die gute Trainingsarbeit des Vereins lobte.
Im zwölften Kampf standen sich Boxer aus dem Jugendbereich gegenüber. Hier traf Jeremy Fischer auf den Frankenthaler Rechtsausleger Nicolas Dietrich. Beeinflusst durch den immer wieder ins Sichtfeld rutschenden Kopfschutz, konnte Fischer nie richtig Gegendruck erzeugen und seinen Rhythmus finden. Der Sieg des Frankenthalers war verdient. Die Enttäuschung bei Jeremy Fischer war groß, auch weil er weiß, dass er es besser kann. Die weiteren mitgereisten Kämpfer aus Strausberg, Julius Kuss, Frederik Dunkelmann und Geburtstagskind Leon Zimmermann, waren zum Zuschauen verdammt. Mehrere kurzfristige Absagen führten dazu, dass die Frankenthaler Organisatoren einen Teil der geplanten Kämpfe ausfallen lassen mussten.
Trotzdem war es eine, dem Jubiläum des Frankenthaler Boxclubs angemessene, gelungene Veranstaltung. Die Zuschauer sahen guten Boxsport. So sah es auch Gertrud Kräussel, Vorsitzende des 1. BC Frankenthal, sowie ihr Team um Andreas Riedoldo und Dietmar Geier. Bleibt zu hoffen, dass diese freundschaftliche Zusammenarbeit Bestand hat, trotz der knapp 700 Kilometer Entfernung zwischen beiden Orten. Diese Entfernung konnten die Strausberger Boxer übrigens dank der Bereitstellung von Bus und Fahrer des DRK MOHS entspannt angehen.
Die Boxunion Strausberg wird nach der positiven Bilanz 2016 nun in die Vorbereitung des Wettkampfjahres 2017 gehen. Dazu gehören auch die Landesmeisterschaften des Amateur-Boxverbandes Brandenburg. Die werden im März in Strausberg stattfinden.