„Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin.“ Das ist die letzte Zeile eines der bekanntesten Gedichte von Thomas Brasch. Und es ist eine Schlüsselzeile für den Schriftsteller, Dramatiker und Filmemacher, von dem der Theatermann Claus Peymann sagte, sein Leben sei ein wüster Roman gewesen, ein Roman über Ost und West.

Ein Leben auf der Bühne

In ihrem Debütroman „Ab jetzt ist Ruhe“ erzählt die Berliner Journalistin Marion Brasch (Radio eins) die Geschichte ihrer Familie. Jetzt rückt sie ihren großen Bruder Thomas in den Mittelpunkt. Wonach hat er sich gesehnt und woran gerieben? Was trieb ihn weg von seiner Familie und schließlich aus seinem Land? Geboren 1945 im englischen Exil der jüdisch-kommunistischen Eltern, aufgewachsen und renitent geworden in der DDR, die er 1976 verließ, um auch in der BRD nie anzukommen, und erst recht nicht im vereinten Deutschland, starb er 2001 in Berlin an Herzversagen. In einer einer Collage aus Text, Szenen und Film hat sie diese Fragen zu einer Geschichte verwoben, die sie gemeinsam mit Andreas Keller vom Schauspiel Leipzig auf die Bühne bringt.

Hygienekonzept gesichert

„Wir sind sehr glücklich, dass Marion Brasch am 24. Oktober in unserem Theater Die Andere Welt Bühne ihr Programm mit Andreas Keller aufführen wird“, kündigt Inés Burdow von der Theaterleitung an.
Die nächsten Vorstellungen in der Anderen Welt Bühne sind am 11. und 12. September, 19.30 Uhr, die „räuber*nnen“ nach Friedrich Schiller. Die Abstandsregeln werden eingehalten, alle Plätze sind desinfiziert.

Reservierungen unter wasserwerk@anderewelt.org; Garzauer Straße 20, 15344 Strausberg