Für drei Tage hat auf dem Gelände der Grundschule Rehfelde eine ganze Zeltstadt Platz gefunden. Traditionell hat das Team aus dem Hort Raxli-Faxli die Schulkinder zu diesem Schuljahres-Abschluss-Ferien-Auftakt-Camp, wie es scherzhaft genannt wird, eingeladen. Auch in diesem Jahr haben von den etwa 140 sonst hier betreuten Hortkindern rund 70 Isomatte und Schlafsack eingepackt, Zelte entmottet und sind zu diesem besonderen Höhepunkt eingerückt.
Manche seien schon in die Ferien gefahren, andere vielleicht nicht interessiert, wird erklärt aber „viele Kinder kennen Camping heutzutage gar nicht mehr“, sagt Daniela Matz, seit vielen Jahren in der Einrichtung tätig. In Zeiten von Ferienwohnungen, Hotels oder Clubanlagen führt das Zelt oft nur noch ein Schattendasein.
Die Idee zum Campen sei schon Mitte bis Ende der 1990er-Jahre entstanden, berichtet „Dani“ Matz, zunächst für eine Übernachtung, bald aber wurden daraus zwei. Umso mehr Spaß macht es den Grundschülern, wenn am Schuljahresende von Erziehern, Eltern und Partnern dieses Angebot organisiert wird.
Auch Kinder aus dem polnischen Partnerort Zwierzyn kommen dazu gern nach Rehfelde und haben schöne Erlebnisse. „Magische Zauberwelten“ hieß es beispielsweise am Freitag und natürlich war ein Zauberer dabei. Schulsozialarbeiter Florian Klein konnte den Kindern aber auch Bogenschießen zeigen, auf der Hüpfburg und der Roller-Dreirad-Strecke war Betrieb angesagt, die Feuerwehr rückte sogar ein. Am Donnerstag hatte schon ein Besuch in den Familienpark Eberswalde geführt.
„Tolle Tage, kurze Nächte, anstrengend, aber schön“, heißt es von den Akteuren. Unverzichtbar aber auch die Hilfe der Eltern für das Camp, wird gelobt. Bei Frühstück und Abendbrot, Obst und Salaten haben sie ihre Hände im Spiel.