In Strausberg darf die Stadtverwaltung für das zweite Quartal etwa  1,95 Millionen Euro aus der Einkommensteuer als Einnahme verbuchen. Im Vergleich dazu belief sich der Anteil im zweiten Quartal 2019 auf rund 2,21 Millionen Euro und im selben Zeitraum 2018 auf 2,1 Millionen Euro. Von den angesetzten neun Millionen Euro sind bis jetzt knapp 4,5 Millionen Euro realisiert. Auswirkungen durch Corona sind somit nicht erkennbar. Investitionen laufen wie geplant, aktuell ist auch kein Eingreifen erforderlich.
Fredersdorf-Vogelsdorf hat bis August die Zuweisung aus der Einkommensteuer für das erste Halbjahr in Höhe von  fast 3,4 Millionen Euro bekommen. Erwartet werden noch etwa drei Millionen Euro für das zweite Halbjahr. Im Ansatz sind 6,45 Millionen Euro für 2020, so dass voraussichtlich  zum Plan 80 000 Euro fehlen werden. Diese können aus den Einsparungen für den nicht notwendigen Winterdienst für das erste Halbjahr gedeckt werden. Investitionen sind derweil aus coronabedingten  Beweggründen nicht in der Diskussion.
Land erstattet Teil der Ausfälle
Der Anteil an der Einkommensteuer für Neuenhagen für das zweite Quartal beträgt etwa zwei Millionen Euro und ist ein Drittel geringer als für die ersten drei Monate dieses Jahres. In Anbetracht der coronabedingten Entwicklungen wurde bereits von einer Verringerung in dieser Größenordnung ausgegangen. Heute Abend soll die angepasste Prognose im Wirtschafts-, Verwaltungs-, Ordnungs- und Finanzausschuss vorgestellt werden.
In Hoppegarten wurden fast 2,3 Millionen Euro für das zweite Quartal vom Land überwiesen. In der Hochrechnung auf das Jahr werden 300 000 Euro am Ansatz von gut zehn Millionen Euro fehlen. Davon werden 150 000 Euro, also 50 Prozent, durch das Land erstattet, so hat es Bürgermeister Sven Siebert vom Landtagsabgeordneten Jörg Vogelsänger (SPD) erfahren. Zugrunde wird dabei der Quartalsertrag des Vorjahres gelegt. Bei der Gewerbesteuer will das Land zu 100 Prozent Verluste ausgleichen, so lauten zumindest die Vorstellungen von Vogelsänger, der auch der stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Haushalt und Finanzen ist. Insofern wird Hoppegarten vermutlich finanziell glimpflich das Jahr überstehen, wenn sich die Corona-Lage nicht noch wesentlich verschlimmert.
Die Auswirkungen der Pandemie auf die Einkommensteuer hat die Verwaltung in Petershagen-Eggersdorf gerade für den  Finanzausschuss dargestellt. Grundsätzlich weist der derzeitige Erfüllungsstand einen Wert von etwa 52 Prozent zum eigentlichen Haushaltsansatz aus. Gegenüber dem ersten Quartal wurden von April bis Ende Juni 600 000 Euro weniger Gemeindeanteil an der Einkommensteuer abgerechnet. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren die Abrechnungen der Quartale konstant.
Wachstum federt Verluste ab
Abzuwarten bleibt auch, wie sich der Einwohnerzuwachs auswirkt. In der Regel konnte das Doppeldorf deshalb in den vergangenen Jahren steigende Schlüsselzuweisungen verzeichnen. Im Idealfall kann dieser Effekt die Gemeinde vor ungeplanten und ausufernden Verlusten bewahren. "Aus der Rolle des vorsichtigen Kaufmanns heraus, gehen wir jedoch von einer Minderung des Gemeindeanteils für 2020 in Höhe von insgesamt einer Million  Euro aus", heißt es von der Gemeindeverwaltung.
In Rüdersdorf lag der Einkommensteueranteil für die ersten beiden Quartale zwei Prozent unter dem Ansatz des Haushaltes. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres gab es keine Differenz zwischen erwartetem und zugewiesenem Einkommensteueranteil. Im laufenden Haushalt wurden bislang keine Investitionen aufgrund von Corona verschoben.

Einkommenssteueranteil im Amt Märkische Schweiz

Buckow Ist 2020: 257 500 Euro2. Quartal: 108 021 EuroPlan 2020: 490 300 EuroHochrechnung: 515 000 Euro

Garzau-GarzinIst 2020: 84 600 Euro2. Quartal: 35 500 EuroPlan 2020: 161 100 EuroHochrechnung: 169 200 Euro

OberbarnimIst 2020: 274 100 Euro2. Quartal: 114 990 EuroPlan 2020: 521 900 EuroHochrechnung: 548 200 Euro

RehfeldeIst 2020: ca. 1 Mio Euro2. Quartal: 423 650 EuroPlan 2020: etwa 1,9 Mio EuroHochrechnung: 2,01 Mio Euro

WaldsieversdorfIst 2020: 164 700 Euro2. Quartal: 69 110 EuroPlan 2020: 313 700 EuroHochrechnung: 329 400 Euro ds