Nur noch wenige Tage, dann startet die Saison, und das erste Konzert ist auch schon so gut wie ausverkauft: Weil Corona-Zeiten die beliebten Hausschuhkonzerte in den eigenen Räumlichkeiten in Liebenhof nicht erlauben, hat das Musiker- und Autoren-Duo Scarlett O‘ und Jürgen Ehle sich nach einem Ausweichspielort umgesehen und ist in Buckow fündig geworden: im Hotel & Restaurant Märkische Schweiz in der Hauptstraße 73. Das biete einen Saal mit Atmosphäre, genug Gänge, um einander auszuweichen, Versorgung vor und nach den Konzerten und in der Pause und vieles mehr, fasst die Musikerin zusammen. Sie komme selbst aus Buckow, kenne Örtlichkeiten und viele Leute, erklärt sie das Zustandekommen. Durch eine Förderung der Sparkasse seien Saalmiete und Nebenkosten abgedeckt, so dass die Künstler mit dem verbleibenden Risiko des Ticketverkaufs leben könnten.

Zehn Konzerte mit Vorbestellung und Vorkasse

Unter dem Motto „Sinneswandel auf Achse“ soll es von November bis Februar zehn Konzerte geben. Die Platzkapazitäten sind auf jeweils 35 bis 40 begrenzt, incl. Rollstuhlplätzen. Der Bestuhlungsplan wird an die Vorbestellungen – sie sind ebenso wie Vorab-Bezahlung in dieser Saison gefordert, um Planungssicherheit zu haben und Schlangen an der Kasse zu vermeiden – jeweils angepasst. Im Normalfall stehen je zwei Stühle nebeneinander, die bei Einzelbestellungen auseinander oder bei Familienbestellungen aus einem Haushalt zusammengeschoben werden. Dadurch bleibt die Gesamtzahl in etwa gleich. Karten werden mit Namen und Nummer am Einlass vor der Saaltür ausgegeben und die Anwesenden auf einer Datenerfassungsliste vermerkt.
Die Tickets kosten 17 Euro, zwei Januar-Veranstaltungen sind etwas günstiger. Im Krankheitsfall ist es möglich, bis 24 Stunden vor Konzertbeginn die Vorbestellung zu widerrufen. Das Geld gibt es dann zurück, die frei werdenden Plätze werden an Interessierte auf einer Warteliste vergeben. Vorbestellungen werden auch für das Restaurant angeraten, das für Kaffee, Kuchen und mehr sorgt.

Gastgeber bestehen auf Masken

Ansonsten verweist Scarlett O‘ auf Corona-Regeln mit Masken, Abständen, Desinfektion etc. Man werde auf deren Einhaltung dringen, um niemanden zu gefährden, Besuchern größtmöglichen Schutz zu bieten und zu verhindern, dass die Veranstalter gegebenenfalls Bußgeld zahlen müssten. „Wir bestehen auf Masken und haben keine Lust auf Diskussionen“, sagt sie. Sie glaubt aber, dass das Stammpublikum, das zum großen Teil aus der Umgebung komme, selbst darauf achte, dass die Regeln eingehalten werden, weil es selbst geschützt sein will. Man lasse auch eigens vier Meter vor der Bühne frei, so dass etwa sechs Meter Abstand zwischen Künstlern und Publikum blieben.
Sie hofft, dass die geplante Größenordnung auch bei höheren Infektionszahlen möglich bleibt. Es seien ohnehin weniger als bei der normalen Hausschuh-Konzertsaison. Zudem hat sie sich schon Gedanken über Alternativvarianten gemacht, falls der nordirische Gast Ende November nicht kommen kann, weil er nicht aus- oder einreisen darf. Dann werde ein Kollege aus Berlin einspringen, kündigt sie an. Auch für diesen Abend ist der Vorverkauf schon sehr gut, obwohl die Termine bislang nur per Mail und kleine Verteiler kommuniziert wurden.

Vorbestellung: www.scarlett-o.de/sinneswandel/; E-Mail an scarlett@scarlett-o.de oder Tel. 0173 5671314

die Termine


So., 1. Nov., „Glanzstücke - Songs zum Zurücklehnen und Genießen“ mit Scarlett O‘ & Jürgen Ehle

Sa., 14. Nov., „Ach Gisela – Die May, ihre Lieder, ihr Leben“ m. Scarlett O‘ & Jürgen Ehle

Sa., 28. Nov., Gastspiel „Chocolate – Glück zum Hören“ mit Ben Sands (Nordirland)

Sa., 5. Dez. + So., 20. Dez., „Oh, sie glänzen - Whynachtslieder und -geschichten“ m. Scarlett O‘ & Jürgen Ehle

Sa., 2. Jan. + So., 3. Jan., „Genug geweihnachtet - ein musikalisches Leseduell“ m. Scarlett O‘ & Jürgen Ehle

Sa., 16. Jan., Gastspiel: „Zeitreise – Lebenslieder“ m. Ko Kokott (14 Euro)

Sa., 30. Jan., „Emilie Fontane - ...ob Du mich lieb hast?“ m. Scarlett O‘ (13 Euro)

Sa., 27. Feb., „Glanzstücke - Songs zum Zurücklehnen und Genießen“ m. Scarlett O‘ & Jürgen Ehle