Knapp ein Jahr nach dem ersten Treff zum gleichen Thema hatte Nicke am Dienstagabend im Konferenzsaal des Gründerhauses im Stic erneut gut gefüllte Reihen vor sich. Und an die 100 Beratungsgespräche hinter sich, wie er erklärte. Nach aktuellem Stand werden im Umzug 76 "Beiträge" zu sehen sein - 70 Episoden aus der Stadtgeschichte und dazwischen mehrere Musikformationen.
"Das Konzept ist aufgegangen", bilanzierte Nicke, der Umzug sei "von unten gewachsen" und biete einiges, von dessen Qualität er durchaus überrascht gewesen sei. Und an den Bildern, "die kommen und die nicht kommen", könne man erkennen, wo Strausberg heute stehe.
Aufstellfläche ist nach Angaben des Berliners die Fontanestraße. Die sei breit und lang genug. Jedes Bild bekam einen Stellplatz zugewiesen. Mit Fahrzeugen ist der nur über die Liebermannstraße erreichbar, Fußgänger können auch alle anderen Querstraßen nutzen. Ab 9 Uhr können sich die Teilnehmer sammeln, um 11 Uhr soll sich der Zug über die Weinbergstraße zum Zentrum in Bewegung setzen.
Ab 10.45 Uhr wird die August-Bebel-Straße für den Verkehr gesperrt, und die Straßenbahn fährt nur bis zur Elisabethstraße, damit sich auch zwischen Heimatmuseum und Haltestelle Lustgarten beidseitig Zuschauer postieren können. Der Tross zieht über August-Bebel- und Große Straße zum Kulturpark. Die Beschallung werde bis etwa Spittelgasse reichen, am "Moderationspunkt" am Markt werden alle Bilder kurz stoppen und von Nicke vorgestellt - historischer Inhalt und aktueller Bezug mit Firma oder Verein, wer sich hinter dem Bild verbirgt.
Am Kulturpark sollen die beteiligten Personen aufs Gelände abbiegen, wo Wasserspender stehen und ein Imbiss (gegen Bezahlung) angeboten wird. Wagen, die abgerüstet werden müssen, rollen ebenfalls in den Park, alle anderen sollen sich in den fließenden Verkehr auf der Wriezener Straße einreihen. Gegebenenfalls könnten sie zum Flugplatzfest weiterfahren. Wer dies vorhat, wird gebeten, dies kurz den Stadtwerken anzukündigen.
Nicke rührte noch einmal die Werbetrommel für das "Mitmach-Bild" Mütter- und Kinderwagenschar, das den Babyboom in der DDR symbolisieren soll. Er hoffe, dass sich neben einer Kita zahlreiche Eltern oder Großeltern mit Kinderwagen beteiligen, so der Regisseur. Ebenso suchte er noch einen fahrbaren Untersatz für den Vogel Strauß, das Wappentier. Das sollte zum 775. natürlich nicht fehlen. Die Figur aus Blumen und Grün stelle die Gärtnerei Kolbinger zusammen, allerdings habe die kein Fahrzeug parat. Spontan bekundeten Stadtwerke und Verein historische Technik ihre Bereitschaft.
Wie Nicke ankündigte, wird vom Umzug eine DVD produziert, sei ein Buch zum Fest geplant. Er erinnerte zudem daran, dass drei Preise für den Umzug ausgelobt sind: für das Bild mit der größten historischen Authentizität, das mit der originellsten Umsetzung und das mit der höchsten Publikumswirksamkeit. Letztere sollen Vertreter der Partnerstädte beurteilen.
Kontakt: Umzug André Nicke, E-Mail info@xnicke.de; Stadtverwaltung Sabine Anton, Tel. 03341 381110, E-Mail sabine.anton@stadt-strausberg.de; Stadtwerke Stefanie Pflügner, Tel. 03341 345115, E-Mail s.pfluegner@stadtwerke-strausberg.de