Flugzeug und Pilot galten mehr als 50 Jahre als verschollen. Doch zwei Jugendliche aus Alt Zeschdorf hatten 1945 beobachtet, wie die brennende Maschine die Eisdecke des zugefrorenen Schlosssees durchschlug und unterging. Sie gaben dieses Wissen nach der Wende weiter.
Im September 1996 erfolgte unter großem Interesse die Bergung der Maschine aus dem See. Beteiligt waren unter anderem das Luftfahrtmuseum in Finowfurt (Barnim), in dessen luftfahrtarchäologischen Sammlung die Reste des Flugzeugs und persönliche Gegenstände des Piloten nach Konservierung aufgenommen wurden, und Taucher aus Strausberg. Die sterblichen Überreste des damals 22-jährigen Piloten waren noch in der Maschine. Sie wurden von Vertretern des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf dem Deutschen Soldatenfriedhof in Lietzen zur letzten Ruhe gebettet.
Der Finowfurter Museumschef Dr. Klaus-Peter Kobbe wird am 26. Mai ab 18.30 Uhr nicht nur über diese Bergung berichten, sondern auch über weitere und deren Ergebnisse und Erkenntnisse. Der Eintritt ist frei, um Spenden für das Flugplatzmuseum wird gebeten.
Wie Strausbergs Flugplatzmuseums-Fördervereinsvorsitzender Horst Prommersberger mitteilte, können bereits ab 17.30 Uhr das Flugplatzmuseum und das Museumsflugzeug Antonov AN-2 neben dem Abfertigungsgebäude besichtigt werden.