Mit gleich drei Auszubildenden war Rainer Nitschke von der Oder an den Straussee gekommen. Der Ausbilder im PCK Schwedt ließ die jungen Leute selbst über ihre Erfahrungen berichten. Und so konnten Interessierte quasi aus dem Mund von fast Gleichaltrigen erfahren, dass man sich am besten jetzt schon für einen Platz 2010 bewirbt, dass die Chancen auf eine Festanstellung wachsen, welche Vielfalt an Ausbildungsberufen es gibt und jungen Leuten, die aus entfernteren Gebieten kommen, auch ein Internatsplatz zur Verfügung steht.
Am liebsten in der gewohnten Umgebung bleiben - das möchte Barbara Rohsmeisl. "Ich finde diese Veranstaltung einfach Klasse. Meine Tochter muss sich jetzt entscheiden, in welche Richtung es geht. Und wenn sie hier in der Region bleiben kann, wäre das für uns alle sehr schön", so Mutter Felicitas Rohsmeisl. Und auch die jüngere Schwester Franziska (17), die als letzter Jahrgang in der 13. Klasse das Abitur am Gymnasium ablegen wird, schaute sich schon einmal um. Für sie steht aber schon fest: Mit Mathe muss ihr künftiger Beruf auf alle Fälle etwas zu tun haben.
Ihren Traumberuf gefunden hat hingegen Annabell Köppen. Beim IB wird sie zur Friseurin ausgebildet. Und beim Ausbildungstag zeigte die junge Frau, was sie in den wenigen Wochen seit Ausbildungsstart schon gelernt hat. Auch an diesem Stand verweilten zahlreiche Besucher. Immerhin bildet der IB in 33 Berufen vom Garten- und Landschaftsbauer über den Maler bis zum Fahrradmonteur aus.
Berufskraftfahrer - junge Leute, die sich dafür interessieren, dies zu werden, sucht Thomas Dethloff. Er betreut das Projekt Lenkrad und hat zahlreiche Anfragen und Ausbildungsangebote von Unternehmen, berichtete er. Und deshalb sei es völlig problemlos, für Leute von hier einen Ausbildungsplatz in der Region zu vermitteln.
Ein Praktikum hat Jana Hartwich am Sonnabend einer jungen Frau angeboten, die an ihrem Stand Halt machte. "Ich bilde jedes Jahr eine Floristin aus", erzählte die Inhaberin von Janas Blütenzauber in Strausberg. In diesem Jahr wurde Nicola Roehl aus den zahlreichen Bewerbern ausgewählt und zeigte im Oberstufenzentrum, dass sie schon recht geschickt Gestecke anfertigen kann.
Rundum zufrieden war OSZ-Schulleiterin Gudrun Thiessenhusen mit dem 14. Ausbildungstag. "Wir veranstalten ganz bewusst diesen kompakten Informationstag zu Beginn des Schuljahres. Denn wir haben die Erfahrung gemacht, dass man Schüler langfristig dazu bringen muss, sich mit dem Thema, wie es nach der Schule weitergeht, zu beschäftigen", sagte sie.
Auch am Oberstufenzentrum gebe es noch freie Ausbildungsplätze. Zum Beispiel im kooperativen Modell für Kaufleute für Bürokommunikation und Verkäufer. Wer sich näher informieren will, sei jederzeit eingeladen, sich direkt im OSZ an der Wriezener Straße zu melden.