Geballte Ladung Information
Eingeladen zum informativen Tag hatte die Avado Systems Binder & Weber GbR in ihr Haus am S-Bahnhof Strausberg-Nord. Aus Verwaltungen, von Schulträgern und aus Schulen direkt sind die Pädagogisch-organisatorischen Netzwerkkoordinatoren (Ponk) und Administratoren gekommen, sogar aus Bestensee und Kleinmachnow. Der dortige Ponk Philipp Gerth sagt: "Wir haben vier Schulen, eine davon nutzt das hier vorgestellte IServ-Schulserver-System. Wir sind zufrieden mit System und Support und werden es für die anderen drei einführen."
Der Impuls, der diesen informativen Tag in der Strausberger Softwareschmiede generierte, geht von Bund und Ländern aus und trägt den Namen Digitalpakt Schule. Mit fünf Milliarden Euro sollen die deutschen Schulen eine Zufahrt zur Datenautobahn in die Zukunft bekommen. Das setzt Konzepte für die Digitalisierung des Unterrichts und  der Verwaltung in der Schule voraus. Längst haben hiesige IT-Firmen Systeme entwickelt, die von der Stundentafel über den Klausurplan mit Kollisionserkennung, Ressourcenplanung und digitalem Curriculum bis hin zu Gruppenarbeit an Textdokumenten und Tabellenkalkulation und Verknüpfungen mit einer datensicheren Cloud komplexe Lösungen bieten. Das Interesse der Schulträger und Administratoren ist riesig. Denn wer Fördermittel beantragt, muss genau sagen können, wie er sie sinnvoll im Sinne des Förderzwecks einsetzen will.
Kostenoptimierung als Thema
Deshalb also durchleuchtete Mario Schirmer von Avado Systems zunächst den Digitalpakt Schule auf seine wichtigsten Kriterien. Dann stellte Hans Christian Asemissen von Also Enterprise Services modulbasierte Ausstattungskonzepte für Schulen vor. Marc Kuhlmann von der Lancom Systems GmbH beleuchtete die Frage, wie das W-LAN in die Schule kommt, wonach Hans Christian Asemissen noch einmal die Elternfinanzierung als Ausstattungsalternative erörterte. Bei diesem Thema meldete sich auch Sven Bräuer, der IT-Administrator der Gemeinde Neuenhagen, zu Wort. "Wer haftet, wenn Schüler ihr Endgerät auf dem Schulweg fallen lassen und beschädigen?", fragte er zum Beispiel, als es darum ging, mit dem Prinzip BYOD Kosten zu senken. BYOD, das heißt Bring Your Own Device, zu Deutsch: Nutze dein Endgerät. Das kann ein Tablet, Notebook oder ein Smartphone sein.
Frank Linkes Vortrag über die komplexen Lösungen seines vor 20 Jahren von drei Schülern gegründeten Unternehmens IServ geriet zum abschließenden Höhepunkt. 2500 Schulen haben die 60 Mitarbeiter der Braunschweiger Firma schon in der Betreuung. Nun werden es mehr.