Nach verschiedenen Beschlüssen wie einer Veränderungssperre für das Areal bis Jahresende, dem angeschobenen Verfahren für einen Grünordnungsplan (GOP) als Satzung für die Trainierbahn und für einen Bebauungsplan Altes Gut gab es lange keine Beschlussfassung mehr.
Auf der Sitzung des Trainierbahnausschusses am 30. Juni einigte man sich auf die Überarbeitung und Auslage des GOP von 2017. Dieser sollte erneut zur Stellungnahme von Behörden und Bürgern zur Verfügung stehen, heißt es in der erarbeiteten Beschlussvorlage. Parallel wolle man zügig eine Vereinbarung mit der Rennbahn Hoppegarten zur Nutzung der Trainierbahn und zur Errichtung von Reitställen und zugehörigen Nebengebäuden im Bereich des Alten Guts sowie weiterer notwendiger baulicher Anlagen auf der Trainierbahn treffen. Die Gespräche sollten möglichst unter Beteiligung der Gemeinde Hoppegarten stattfinden, hatte die Fraktion der Parteilosen textlich einbringen lassen.
Zur erneuten Beratungsrunde am vergangenen Dienstag waren keine Vertreter der Rennbahn anwesend. Bis zur Gemeindevertretersitzung am 3. September erfolgt nun die Präsentation des alten GOP in der Beschlussvorlage. Er wurde nur leicht verändert mit sechs Befürwortungen und zwei Enthaltungen angenommen, obwohl die ausführende Firma Plan-Faktur eine Überarbeitung anbot, die Möglichkeiten zur Verhandlung offen gelassen hätte. Die Verwaltung wollte aber keine erneute Offenlegung, weil sie keine abänderungswürdigen Punkte sähe, äußerte Christiane Fälker aus dem Rathaus. Zum 8. Oktober könne schon der Satzungsbeschluss für den GOP erfolgen. Eine erneute Überarbeitung setze den Abschluss des GOP bis zum Ende der Veränderungssperre Ende 2020 aufs Spiel.
Mit der Gemeinde Hoppegarten gab es indes keinen weiteren Austausch, teilte Bürgermeister Ansgar Scharnke mit. Jedoch hätten zwei Gespräche mit der Rennbahn stattgefunden, in denen die Gemeinde Neuenhagen über das Vorantreiben des GOP informierte. Er wolle, dass niemand gegen den Willen der Einwohner das Betretungsrecht einschränken kann, stellte Scharnke klar. Das Hauptinteresse der Neuenhagener bestünde "im sicheren Betretungsrecht Jahr für Jahr". An einer Wohnbebauung und wirtschaftlichen Verwertung habe die Gemeinde kein Interesse. Zu Lösungsansätzen sei es nicht gekommen. Er habe jedoch eine gemeinsam betriebene Fläche in Aussicht gestellt, sagte Scharnke.
Gefahr aus dem Dickicht
Während sich der Trainierbahnausschuss hinter den Kulissen noch uneins über den Zeitpunkt des Inkrafttretens eines GOP-Satzungsbeschlusses war, hält Rennbahngeschäftsführer Peter Hoeck Domig weiter an seiner Aussage fest: Die Rennbahn favorisiere einen Bebauungsplan mit integriertem GOP und wolle schauen, ob nunmehr ihre Interessen berücksichtigt wurden. "Die Denkmalbehörde hat eine klare Stellungnahme abgegeben, dass es sich um eine Betriebsstätte handelt und dieses Denkmal wieder instand gesetzt werden soll." Drängend sei das Thema Sicherheit – Spaziergänger würden die Sandbahn trotz Ausschilderung von allen Seiten für Jockeys und Pferdetrainer gefährlicherweise unerwartet betreten.