Als "sinnlose Verschwendung von Verwaltungskraft" bezeichnete Annett Schlotte (Linke) diesen Antrag. Eine solche Prüfung könne Seidel selbst vornehmen. Oder aber bei Uwe Wähner im Straßenverkehrsamt des Landkreises einen entsprechenden Antrag stellen. Stefan Radach (BfH) wedelte derweil mit einem Amtsschreiben und verkündete, dass es bereits Bewegung in der Rennbahnallee gebe. Denn dort werden Parkbereiche nun deutlicher eingeschränkt angeordnet. "Wir sollten Wähner erst einmal machen lassen und dann weitersehen", riet Radach.
Angela Schnabel aus der Gemeindeverwaltung gab aus ihrer Sicht zu bedenken, dass das Parken von Autos komplett wegfallen müsse, sollte so ein Radfahr-Angebotsstreifen kommen. Denn dann reiche die Restbreite der Fahrbahn nicht mehr aus.
Radach meldete sich erneut zu Wort und argumentierte, dass man bei allem, was man tue, beachten sollte, dass die Rennbahn- und die Lindenallee Haupterschließungsstraßen nach Neuenhagen seien. Er äußerte Bedenken, die Straßen, die heute eine Breite von zwischen sechs und 11,50 Metern haben, durch solche Angebotsstreifen zu verschmälern. Fraktionskollege Wilfried Hannemann griff den Begriff der Haupterschließungsstraße auf und bat darum, bei künftigen Bauvorhaben dies auch zu beachten und nicht als Anliegerstraße abzurechnen.
Für Volkmar Seidel war die Information neu, dass es eine regulierende Parkregelung mittels Anordnung gibt. Er wollte wissen, wann denn die Schilder aufgestellt werden. "Sobald die Verkehrszeichen da sind", antwortete Fachbereichsleiterin Angela Schnabel.
Daraufhin zog Seidel seinen Antrag zurück.