Der Start zum Wochenende im Kulturpark am Straussee am Freitag bei der Jugendnacht verlief stürmisch - und war aufgrund der Wetterlage diesmal nicht so gut besucht. So tummelten sich weniger Leute vor der Bühne, als beispielsweise "Schulz & Müller" auflegten. Ungeachtet solcher Widrigkeiten war es für die jüngere Generation aus Strausberg und Umgebung aber eine wieder gern genutzte Gelegenheit zum Wiedertreffen alter Bekannter, zum Reden und zum Tanzen. Noch bevor die Gäste am Freitagabend eintrafen, war ein Zelt weggeflogen. Veranstalter Christian Schlatter ist in der elften Auflage des abwechslungsreichen Wochenendes im Kulturpark ein gestandener Mann, den so etwas nicht aus der Ruhe bringt. An seiner Seite sind über 60 Leute, die sich ums Wohl, Sicherheit und so manch anderes Bedürfnis der Gäste kümmern. Mit 32 Teams war es zwar nicht die höchste Starterzahl, aber "wir haben anstelle der Profis, die in Wismar am Start sind, viel mehr Leute und Boote aus der Region gewonnen", sagt Schlatter, und das sei auch erklärtes Ziel. Spaß bei den Aktiven und bei der Zuschauern.
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Damit die alles genauestens verfolgen können, dafür sorgt in munterer, charmanter Weise Moderator Mario Schmidt. Auch er ist eine feste Größe bei den Drachenbootrennen auf dem Straussee, kennt die Aktiven und freut sich, dass Teams wie die Kings and Queens wieder dabei sind, "eine historische Mannschaft", wie Schmidt sagt, oder auch die treuen Algenvernichter und die Lakeside Dragons, die "fast schon in zweiter Generation die Boote besetzen". Aber Grüße und Ermunterung gehen ebenso an Neulinge, wie die Bootsbesatzung des MTV Altlandsberg.
Nicht nur akustisch waren die Starts und Zieleinläufe nach den 250 zu absolvierenden Metern zu vernehmen, sondern deutlich sichtbar auch auf der Großleinwand. Max Göhring vom Sportservice Falkensee hat seinen Platz im elektronikbestückten Bus. Von hier aus gehen die Signale mit sämtlichen Daten auf die Bühne zu Schmidt, und auf die Leinwand, auf der zum Abschluss des Wochenendes auch der Fußballeuropameister bejubelt werden konnte. "Die Zeiten sind schnell geworden", sagt Max Göhring. Da brauche es so manches Mal Finishfotos wie bei 100-Meter-Läufen in Stadions.
Wie in den Vorjahren gab es wieder verschiedene Cups: den Schlatter-Cup, BMW Skjellet-Cup, SWG-Cup, Stadtwerke-Cup und Sparkassen-Cup. Die besten sechs Strausberger Mannschaft traten zudem wieder um den Pokal der Bürgermeisterin an, den die Drachenbootfreunde in Bestzeit für sich entscheiden konnten (sämtliche Ergebnisse unter www.drachenbootrennen.org). Dem Publikum wurde im Kulturpark auch beim Familienfest und musikalischen Einlagen viel Abwechslung geboten.
11. Drachenbootrennen mit Rahmenprogramm voller Musik, Familienspaß und einem Pokalsieger