¦ Was wäre der Kinderbauernhof Mümmelmann ohne Dietrich Deinert, der seit 20 Jahren für Hof und Tiere sorgt. Der umweltpädagogische Mitarbeiter weckt bei Kindern Neugier auf die Natur und organisiert Projekttage. "Auch in ... Zeiten, in denen er nur ... stundenweise angestellt werden konnte, hielt Dietrich Deinert dem Kinderbauernhof die Treue. Er gehört zu den Menschen, die dem Kinderbauernhof ein Gesicht geben", lobte und dankte Bürgermeister Olaf Borchardt dem engagierten Mann.
¦ Ausgezeichnet wurden zudem Eckhart und Margit Dennin.Der Petershagener Waldsportplatz gehört zu den wichtigsten Sportplätzen und Spielstätten des Ortes. Besonders der Kunstrasenplatz ist bei den Fußballern beliebt. "Darauf, dass das so bleibt, hat das Ehepaar Dennin ein Auge - und das nicht nur, weil sie ganz in der Nähe des Waldsportplatzes wohnen. Eckhart und Margit Dennin engagieren sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Abteilung Fußball des SV Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf. Dafür soll ihnen gedankt werden", hieß es in der Laudatio.
¦ Ein außergewöhnlicher Mann ist Florian Haupt, wie Gemeindewehrführer Marco Rutter berichtete. Denn der engagiert sich nicht nur in seinem Wohnort Zinndorf in der Freiwilligen Wehr, sondern auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Petershagen-Eggersdorf. In dem Ort also, in dem er arbeitet. Das bedeutet, dass er sich doppelten Dienstplänen aussetzt und sich mit Maschinen in beiden Wehren auskennen muss. "Als Oberlöschmeister und Truppführer hat er an Übungen und Einsätzen teilgenommen und war mit seinen Kameraden bei Bränden, Unfällen und akuten Notsituationen vor Ort, um Menschen Hilfe zu leisten", lobte Rutter.
¦ Aber nicht nur ihm, sondern auch Ralf Lucas von der Kfz-Werkstatt Car Point. Denn der ist der Arbeitgeber von Florian Haupt. Er stellt ihn während der Arbeitszeit für die Feuerwehr-Einsätze frei. "Das Maß an Toleranz und Anerkennung, das Florian Haupt bei seinem Arbeitgeber Ralf Lucas dafür findet, ist alles andere als selbstverständlich", hieß es in der Laudatio.
¦ Ausgezeichnet wurde Lars Jendreizik. Als 1996 der Partnerschaftsvertrag zwischen Petershagen-Eggersdorf und der weißrussischen Gemeinde Dowsk unterzeichnet wurde, hat sich Lars Jendreizik spontan dazu entschlossen, in Dowsk und Serebrjanka Deutsch zu unterrichten. Er blieb sogar zum Studium in Minsk und war im Anschluss an unterschiedlichen Arbeitsstellen in Weißrussland tätig. Während dieser Zeit war er für die Gemeinde und die Kinderhilfe als eine Art Verbindungsmann vor Ort für die Partnerschaft aktiv. Er hat übersetzt, vermittelt und Kontakte gepflegt. Ihm ist es zu verdanken, dass die Beziehungen sich intensivieren konnten. Der junge Mann nutzte die Chance und überbrachte den Gästen des Neujahrsempfangs Grüße von seinem Freund Sergej, der unweit der Ukraine lebt, für Frieden und Glück. "Ich danke Marlies Schwarze, die mich motivierte, ein Praktikum anzunehmen. Und meinen Eltern, die mich unterstützen, so dass ich einige Zeit im Ausland leben konnte", sagte Jendreizik.
¦ Sylvia Mosler, die bis vor Kurzem Vorsitzende des Schulfördervereines der Eggersdorfer Grundschule war, wurde geehrt. So hat sie u. a. großen Anteil an der Erstellung der Homepage und, dass der Spielplatz an der Grundschule seit einigen Jahren an Sonnabenden geöffnet ist.
¦ Mike Neukirch ist einer, der hinter den Kulissen arbeitet, ohne den aber das jährliche Halloween-Fest des Eggersdorfer Hortes nicht das wäre, was es ist: Eine Zusammenkunft für Hunderte Gäste. Seit neun Jahren betreut er ehrenamtlich eine Ordnungsgruppe, die den sicheren Ablauf des Festes gewährleistet. Mit freundlichen Worten entschärft er kritische Situationen.
¦ Dagmar von Eitzen steht für generationenübergreifendes Engagement: Sie veranstaltet in der evangelischen Kirche einen Spielkreis, hilft bei der Organisation des Angerfestes, ist Mitglied im Förderverein "Kristallblümchen", betreut ehrenamtlich ältere Menschen mit Demenzerkrankungen und ist so auch für deren Angehörige eine wichtige Hilfe.
¦ Uwe Witt wohnt seit 15 Jahren in Petershagen. Um seine Freizeit sinnvoll zu verbringen, und um andere Menschen kennen zu lernen, trat er dem Angerscheunenverein bei. Er ist der "gute Geist" des Vereins, hat ein Gespür dafür, wo er in und um die Angerscheune gebraucht wird. Er hilft bei der Vorbereitung von Sonnabend-Trauungen und hat einen Fahrdienst organisiert. Der holt Besucher mit dem Auto von zu Hause ab. So können Menschen, die selber nicht mobil sind, an Veranstaltungen in der Angerscheune teilnehmen.
¦ Blumen zum Dank erhielten zudem Ingrid Achterberg und Klaus-Dieter Steffen. Ingrid Achterberg arbeitete viele Jahre im Seniorenbeirat des Landkreises Märkisch-Oderland. Klaus-Dieter Steffen war Seniorenbeauftragter und trat vor Kurzem zurück. Aus Verärgerung über die ablehnende Haltung der Gemeindevertreter zum Seniorenwohnprojekt Energieinsel an der Elbestraße. Jedermann wünsche sich, sagte Steffen, im Familienkreis alt werden zu können. Auch dafür sei dieses Wohnprojekt so wichtig. Er hoffe, dass die Gemeindevertreter nicht wieder auf die Bremse treten, sondern doch noch etwas passiert, lautete sein Appell während des Neujahrsempfangs.